Von Gullis und Senaten

2009, zur Bundestagswahl, hat Guido Westerwelle – und wir wollen an dieser Stelle nicht vergessen, dass der Mann aus nicht ohne Weiteres nachvollziehbaren Gründen nach wie vor Bundesaußenminister ist, so gerne wir das auch täten – noch vollmundig verkündet, eine Stimme für „unsichere Parteien“ wie die Piratenpartei sei „eine Stimme für den Gulli“.

Nun ist ja in drei Tagen in Berlin – also da, wo der Herr Westerwelle sein Büro hat – Landtagswahl, und so wie es aussieht, werden die Piraten dort mit rund sechseinhalb Prozent aller Stimmen in ihren ersten Landtag einziehen. Die FDP hingegen – also die Partei, der der Herr Westerwelle so ehrgeizig dereinst das Projekt 18 Plus ins Stammbuch schrieb – … eher nicht.

Nun ist es ein Leichtes und daher zu unterlassen, über eine Gruppierung zu spotten, die ihre eigenen Inhalte komplett vergessen (die freundliche Lesart) oder vearrten (die realistische Lesart) hat, das „F“ nur noch im Namen führt, um Verwechslungen mit einer rechtsgerichteten Partei der deutschen Nachkriegszeit zu vermeiden und bei der das jetzt eben aufgefallen hat, kurz: deren Notwendigkeit ebenso vorbei ist wie die der alten Glühbirne. Aber ich erlaube mir, mich an dieser Stelle … ein ganz kleines bisschen zu freuen. Und zwar gar nicht klammheimlich.

Advertisements

Sag, was Du denkst ...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s