Was Recht ist …

Heute habe ich ein weiteres Mal erlebt, wie heftig sich Rechtsauffassungen unterscheiden können. Wir haben von einem der großen deutschen Publikumsverlage eine Romanreihe übernommen und drucken auch die ursprünglich nicht bei uns erschienenen Titel nach.

Dazu haben wir – neben der Lizenz – das Nutzungsrecht an den Übersetzungen erworben. Als ich nun arglos um Überlassung der Texte bat, ließ man mich wissen, die koste nochmal denselben Preis – wir hätten ja bisher nur für die Nutzung bezahlt. Auf meine Frage, ob ich denn die Texte einscannen dürfe – schließlich wollen wir ja nicht das Satzbild kopieren, sondern lediglich unser unstrittiges Nutzungsrecht wahrnehmen und die „alten“ Bände im Stile unserer neuen neu gestalten -, wurde dies positiv beschieden.

Eine Viertelstunde später ruderte meine Ansprechpartnerin zurück mit der Mail-Mitteilung, ihre Vorgesetzte sehe dies anders: Wir müssten das Satzbild der Kollegen kaufen, um unser unstrittiges Nutzungsrecht wahrnehmen zu können, auch wenn wir damit gar nichts anfangen wollen.

Doppelte Kosten? Und vor allem: 1.200 Euro dafür, dass mir jemand eine Datei vom Server kopiert und an eine Mail hängt? Momentchen mal …

Zum Glück gibt’s die Rechtsberatung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Und unseren Scanner. Auf geht’s.

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2 Kommentare zu „Was Recht ist …

  1. Die Bücher gibt’s auch alle auf dem Kindle. Einfach kaufen & konvertieren? Geht vielleicht schneller …

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