Bambi: Jetzt auch ich

So, nun ist genug Zeit ins Land gegangen, und alle, aber auch wirklich alle haben sich ausreichend ausgelassen über den komplett indiskutablen Bushido und seine ebenso indiskutable Goldrehwürdigung. Ich sage dazu nur so viel, dass es beängstigend war, einmal, jäh und unerwartet Peter Plate von Rosenstolz cool zu finden. Aber nicht dazu wollte ich schreiben, müsste ich doch, wenn ich weiter darauf einginge, auf Peter Maffay eingehen (immer auf die Kleinen …) und Heino recht geben, und so weit käm’s noch, halten zu Gnaden.

Nein, der eigentlich Aufreger dieses fragwürdigen Gala, bei der sich das Mitte-Rechts-Unterhaltungsestablishment selbst feierte, war aus meiner Sicht etwas ganz anderes, nämlich der Sonderbambi für die Gefallenen und Nochnichtgefallenen unseres Afghanistan-Einsatzes, stellvertretend entgegengenommen von einem bei der Rettung eines verwundeten Kameraden erblindeten Bundeswehrsanitäter.

Davor hielt Johannes B. Kerner eine von widerwärtigem Hurrapatriotismus und Militärverherrlichung triefende Rede, die lupenreine Propaganda war und ekelerregener nicht hätte sein können. Hätte der blonde Mann da am Pult nicht Deutsch gesprochen, ich hätte mich auf einem US-Republikaner-Parteitag mit einem Redebeitrag eines zeitgereisten Donald Rumsfeld gewähnt. Und der Markwort hielt sein feistes Grinsen in die Kamera und klatschte, was das Zeug hielt.

Abscheulich.

Wegschalten.

Sein lassen.

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