Stuttgart 21

Dieser Text richtet sich in erster Linie an meine baden-württembergischen LeserInnen. (Natürlich dürfen alle anderen ihn auch lesen!)

Am Sonntag ist Volksabstimmung. Geht hin. Mischt euch ein, wie der liebe Laith Al-Deen so richtig überall von Plakaten herab fordert.

Nutzt euer Stimmrecht, denn zum ersten Mal zeigt Politik in Baden-Württemberg ein plebiszitäres Gesicht. Die „Politik des Gehörtwerdens“ der grünroten Landesregierung hat es verdient, ernst genommen zu werden.

Am liebsten wär’s mir im übrigen, ihr stimmtet mit „Ja“ (denn das muss man tun, wenn man gegen S21 ist). Niemand braucht diesen Bahnhof. Niemand. Außer vielleicht der Konzern Bahn. Aber einem Privatunternehmen, das mich jahrelang systematisch und vorsätzlich über Kosten belügt, dem muss ich ja, wenn ich auch nur ein Quentchen Selbstbewusstsein im Leibe habe, einen Strich durch die Rechnung machen.

Außerdem macht sich dieser Konzern gemein mit dem Verfassungsbrecher Stefan Mappus, dem indiskutablen CDU-Kurzministerpräsidenten, dem wir bei der Landtagswahl Anfang des Jahres das „Durchregieren“ so richtig schön vergällt haben. Da half es auch nicht, den Polizeiknüppel und die Wasserwerfer aus dem Sack zu lassen gegen Alte und Schüler, die man als „Wutbürger“ verunglimpfte. Aber wenn einer die geballte (außer-landliche) Staatsmacht loslässt gegen die eigegen Bürger, um mit Gewalt etwas durchzuprüegeln, woran er selbst nicht mehr glaubt, wenn’s wieder mal ums Prinzip und das Geld geht statt um den Menschen, dann kann es schon mal sein, dass ein Demonstrant erblindet. Er hätte sich ja nicht vor den Wasserwerfer stellen und dieses Stahlding durch die gballte Gewalt seiner Persönlichkeit ungebührlich bedrohen müssen.

Nein, auch wenn der feine Herr Mappus heute, nachdem er den EnBW-Lauf noch rasch in bester Mafiamanier durchgezockt und sich anschließend mit unserer Landesverfassung eine dicke Zigarre angezündt hat, heute auf Kosten des Pharmakonzerns Merck (die haben auch Nerven, so einen einzustellen …) in Brasilien Caipis schlürft: Diese Gelegenheit, seine Politik ein weiteres Mal angemessen zu würdigen, sollte sich niemand entgehen lassen.

Stimmen wir am Sonntag mit „JA“.

Ermöglichen wir das Ausstiegsgesetz aus diesem Bahnhofsirrsinn.

Wennnwir aus der Atomkraft aussteigen konnten, können wir’s hier erst recht.

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