Der Amboss der Welt

Für all diejenigen, die den „Amboss der Welt“, den Steamfantasy-Roman der preisgekrönten, leider zu früh verstorbenen Autorin Kage Baker, noch nicht kennen, hier eine Rezension des DnD-Gates von Blutschwinge:

Inhalt

Der Assassine Schmied möchte sich zur Ruhe setzen. Dazu kommt er bei seinem Vetter in der Stadt Troon unter. Dieser hat ein Transportunternehmen und Schmied arbeitet für ihn als Karawanenführer. Sein erster Auftrag bringt ihn gleich mit eine Haufen skurriler Personen zusammen. So soll er einen jungen Adeligen zu ihrem Ziel, die Stadt Salesh-an-der-See bringen, muss sich aber sorgen, ob dieser die Reise überlebt. Auch seine seltsame Dienerin gibt Rätsel auf.

Die Reise verläuft weniger ruhig als erhofft, denn schon bald wird die Karawane von fliegenden Gleitern angegriffen und bald darauf in einen Hinterhalt gelockt. Auch die Herbergen entlang der Karawanenstrecke bringen nicht die ersehnte Ruhe. Dennoch erreicht die Karawane einigermaßen intakt ihr Ziel, nur um festzustellen, dass noch mehr auf der Reise schief ging, als erwartet.

Und so bleibt Schmied mit der früheren Köchin der Karawane in Salesh-an-der-See und eröffnet ein Hotel. Doch auch dort kehrt keine Ruhe in sein Leben. Bald tummeln sich dort Dämonen, verfolgt von Häschern, die sie zur Strecke bringen wollen und auch der erstaunlich lebendige junge Adelige, mit dem Schmied sich angefreundet hat, sorgt immer wieder für Ärger. Schließlich gerät scheinbar die ganze Stadt aus den Fugen. Bald wird klar, das doch alles, was Schmied erlebt, irgendwie mit etwas größerem zusammen hängt und er eine Rolle in dem Sturm, der über seiner Welt aufzieht, zu spielen hat.

Nachdem das Buch anfangs sehr ruhig aber nie langweilig dahin plätschert, nimmt die Geschichte bald Fahrt auf und endet in einem furiosen, teilweise überraschenden Finale.

Der Amboss der Welt ist ein interessantes Buch. Denn es erzählt nicht wie andere Romane eine feste Geschichte, vielmehr werden verschiedene Episoden rund um die einzelnen Abschnitte von Schmieds Leben erzählt, die scheinbar nur lose zusammen hängen. Dabei gelingt es der Autorin, die Welt, in der ihre Geschichte angesiedelt ist, und die handelnden Figuren mit buntem Leben zu füllen, und mit ihnen und um diese herum eine oder mehrere interessante, spannende und unterhaltsame Geschichten zu erzählen.

Neben der Handlung erfährt man viel über die verschiedenen Völker und ihre Lebenseinstellung. Die Kinder der Sonne sind ein erfindungsreiches Volk, das aber wenig Rücksicht auf die Natur und deren übrigen Bewohner nimmt. Die Yendri dagegen leben im Einklang mit der Natur und nicht auf ihre Kosten, allerdings haben sie durch ihre Art zu leben viele Dinge nie geschaffen, welche die Kinder der Sonne erfanden, so z.B. das Glas. Die Konflikte, die aus diesen aufeinander prallenden grundverschiedenen Lebensweisen entstehen müssen, werden geschickt mit der Geschichte verknüpft, ohne erhobenen Zeigefinger.

Die deutsche Übersetzung liest sich flüssig und mir sind nur wenige Rechtschreibfehler aufgefallen.

Fazit:

Der Amboss der Welt hat mir sehr gut gefallen. Er ist gut geschriebene, unterhaltsame und angenehm facettenreiche Geschichte mit interessanten Charakteren in einer sehr anschaulich beschriebenen Umgebung. Insgesamt ein interessanter Roman und eine gelungenen Mischung aus Abenteuer- und Fantasy-Roman.

Bewertung:

(4.8/5)

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