Von Heidel-Bären und Flügelpferden

Offenbar war das Maß voll, hat der sprichwörtliche Tropfen das Fass zum Überlaufen gebracht, oder das Ende der sprichwörtlichen Fahnenstange war erreicht.

Mutmaßen lässt sich sicher trefflich, was denn nun der Auslöser war (und wer die Akteure dieses Sommergewitters kennt, der liegt sicher gar nicht mal so falsch), aber jedenfalls hat der Heidelberger Spieleverlag  mit Wirkung von gestern jegliche Geschäftsbeziehung mit Pegasus Spiele beendet.

Der unlängst nach Walldürn umgezogene und damit strenggenommen gar nicht so recht Heidelberger Heidelberger Spieleverlag ließ dazu gestern Nachmittag verlauten, es handle sich um einen umgehend wirksamen Schritt – und es bedarf keiner besonderen Phantasie, sich die Verwerfungen vorzustellen, die es da hinter den Kulissen gegeben haben muss. Der drastische Schritt der Heidelbären betrifft den Großhandel sowie alle Vertriebskooperationen. Nötig wurde dieser Schritt, so Heidelberger-Pressesprecher Roland Berberich, „nachdem es in der Vergangenheit wiederholt zu Provokationen und Vertrauensbrüchen seitens Pegasus kam.“ Die Geschäftsleitung des Heidelberger Spieleverlags sieht „aus diesem Grund keine Basis für gemeinsame Geschäfte“ mit den Friedberger Gaming-Veteranen mehr.

Für den Handel bedeutet dies in Konsequenz, dass Produkte des Heidelberger Spieleverlags und von  Heiderlberger-Vertriebspartnern in Zukunft nicht mehr über Pegasus Spiele bezogen werden können. Händler, die bis dato Produkte aus dem Heidelberger Verlags-­ und Vertriebsprogramm – also etwa WARHAMMER FANTASY oder WARHAMMER 40.000 – bei Pegasus bestellt haben, müssen diese ab sofort bei Heidelberger direkt oder bei einem Großhandelspartner der Heidelbären (also im Falle von Warhammer etwa F&S) bestellen. Direktkunden müssen sich an andere Webshops wenden.

Nun ist es ja kein Geheimnis, dass nicht wenige Mitbewerber in der Vergangenheit immer mal wieder Probleme mit dem Geschäftsgebaren der Friedberger Flügelpferde hatten – aber den Heidelbären müssen sie einmal zu oft gereizt haben, und wie das bei Bären ausgeht, sieht man hier.

Eine zweifellos interessante Entwicklung der deutschen Spiele-Verlags- und -Distributionslandschaft.

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