Verlassen von allen guten Geistern

So, das war’s für mich mit „The Voice of Germany“. Schade eigentlich, die Sendung hat mir Spaß gemacht. Aber wenn schon, dann richtig – und Xavier Naidoo, wie ich selbst ein bekennender Sohn Mannheims, wird von mir – und hoffentlich immer mehr Menschen, die zwischen den Ohren mehr als Schallraum haben – ab sofort mit Verachtung gestraft.

Ich fand ihn solo musikalisch ja bisher schon immer schwer erträglich, obgleich ich (vor allem von der Idee her, aber auch musikalisch) das hiesige Musikerkollektiv, dessen Mitglied Herr Naidoo ist, nämlich die Söhne Mannheims, sehr schätze. Aber seit der Xaver sich mit Kool Savas alias Savas Yurderi, geboren  am 10. Februar 1975 in Aachen, zusammengetan hat, einem musikalisch wie textlich schon immer eher minder bemittelten Rapper, wurd’s ganz schlimm.

Ebenso naheliegend wie einfallslos nannte man sich duettierend „Xavas“ und veröffentlichte das Album „Gespaltene Persönlichkeit“. Und auf eben diesem findet sich der Stein meines Anstoßes, der „hidden Track“  Wo sind sie jetzt. Ich werde diesen geistigen Dünnschiss hier nicht verlinken, wer sich eine eigene Meinung bilden möchte: Google ist euer Freund.

Aber eine Kostprobe muss sein:

Ich schneide Euch jetzt mal die Arme und die Beine ab und dann fick ich Euch in’n Arsch, so wie ihr’s mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würd’ ich Euch töten. Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch Euch die Klöten. Ihr habt einfach keine Größe und Eure kleinen Schwänze nicht im Griff. Warum liebst Du keine Möse? Weil jeder Mensch doch aus einer ist.

 (…)

Wo sind unsere Helfer? Unsere starken Männer? Wo sind unsere Führer? Wo sind sie jetzt?

(…)

Wenn die Treibjagd beginnt, ziehen sie los, um zu wildern. Denn ihr Durst ist unstillbar und schreit nach ‘nem Kind. Okkulte Rituale besiegeln den Pakt der Macht. Mit unfassbarer Perversion werden Kinder und Babies abgeschlachtet.

Kurzum: Eine wirre Soße aus Verschwörungstheorien, Aufrufen zu Selbstjustiz und Gewalt, Homophobie und Schreien nach einem „Führer“ … womit bewiesen wäre, dass faschistoide Sehnsüchte keines Blond-und-blauäugig-und Glatze-und-Bomberjacke-Klischeetypen bedürfen.Die Linksjugend [’solid] sieht strafrechtlich einen Anfangsverdacht wegen eines Aufrufs zur schweren Körperverletzung und zum Totschlag und wegen Volksverhetzung gegen Xavier Naidoo und Kool Savas, mit bürgerlichem Namen Savaş Yurderi, als gegeben an. Aus diesem Grunde hat sie heute Strafanzeige bei den Staatsanwaltschaften Berlin, Mannheim und Hannover erstattet. Die Anzeige richtet sich darüber hinaus gegen die Verantwortlichen der Vertriebsfirma Tonpool Medien GmbH sowie der Plattenlabels Naidoo Records und Essah Entertainment.

Ich kann’s verstehen.

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