A Hard Day’s Knight

9783867621656Nein, das ist kein Vertipper, sondern der Originaltitel von Simon R. Greens 11. Nightside-Roman. Bei uns wird er „Aller Tage Abend“ heißen.

Ich habe ihn gerade zuende lektoriert und kann ohne zu spoilern sagen: Nach einer etwas gemächlicheren Phase geht Green hier wieder in die Vollen. Excalibur, Puck, Oberon & Titania, König Artus … muss ich mehr sagen? Gut. Ich sage: Windeln. Freut euch drauf!

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Wasser gehört allen

Wasserprivatisierung-300x300Vorsicht, heute wird es lang. Von Autor und Comedian Tommy Krappweis auf FaceBook angeregt, bin ich heute (spät, aber immerhin) auf eine politische Sauerei ersten Ranges aufmerksam geworden.

Klammheimlich versucht die Europäische Kommission nämlich gerade, ein Jahrhundertprojekt durchzusetzen. Es geht um die europaweite Privatisierung der Wasserversorgung. Wenn sich die EU-Kommission durchsetzt, dürfte aus dem Allgemeingut Wasser ein Spekulationsobjekt werden, mit dem sich – auch in Deutschland – Milliarden verdienen lassen. Es wäre ein Sieg großer, multinationaler Konzerne, die für diese Privatisierung jahrelang gekämpft haben. Die Folgen könnten erheblich sein.

Wasser weit mehr als eine chemische Verbindung. Die UN sieht freien Zugang zu Wasser als Menschenrecht an. In Deutschland gehört Wasser noch zumeist den Städten und Gemeinden, also uns allen. Doch das könnte sich bald ändern, mit drastischen Folgen.

Bereits begonnen hat das Debakel im von außen zum Sparen gezwungenen Portugal. Nach dem Willen der EU-Kommission soll das Land snämlich eine Wasserversorgung verkaufen. Die Gemeinden können beim Verkauf der Wasserrechte allerdings genau einmal Gewinn erzielen, dann müssen die Bürger mit den Folgen leben: horrende Trinkwasserrechnungen.

Die Konsequenzen der Privatisierung in der portugiesischen „Testgemeinde“ Pacos de Ferreira waren verheerend: 400 % Preiserhöhung in wenigen Jahren.

Von der europäischen Schuldenkrise gebeutelte Staaten wie Portugal und Griechenland brauchen Geld, deshalb zwingt die Troika in Brüssel sie, ihre Wasserversorger zu verkaufen. Der Anhang der Troika-Verträge sieht vor, dass Griechenland die großen Wasserwerke von Athen und Thessaloniki verkaufen soll. Zu Portugal soll die Privatisierung der nationalen Wasserbetriebe „Aguas de Portugal“ vorangetrieben werden. In Portugal protestieren immer mehr Menschen gegen diese Wasserprivatisierung. Aber die EU-Kommission holt jetzt zum großen Schlag aus. Der neue Richtlinienvorschlag für Konzessionsvergabe versteckt geschickt die Forderung, im Bereich der Wasserversorgung müsse „eine Marktöffnung erfolgen“.

Heide Rühle, Mitglied Europaparlament, DIE GRÜNEN, dazu in einer MONITOR-Sendung im Dezember: „Die Konzessionsrichtlinie (…) öffnet nicht direkt der Wasserprivatisierung die Tür, sie macht es durch die Hintertür. Sie öffnet Millimeter für Millimeter die Möglichkeit, dass Private in den Markt gehen, also dass der Markt geöffnet wird und dass Private Zugang zu dem Markt haben.“

Der zuständige EU-Kommissar Michel Barnier – der auf Facebook über 8.000 Freunde hat –leugnet das und behauptet, er wolle ja nur den Markt neu ordnen. Zu MONITOR sagte er in derselben Sendung: „Es wird alles so bleiben wie es ist.“

Auf die Frage, warum denn dann eine neue Richtlinie nötig sei, antwortete er: „Weil wir Regeln brauchen. Jede deutsche Kommune wird weiterhin über ihr Wasser entscheiden können, jetzt aber geben wir ihr die Möglichkeit, das Wasser auch einem privaten Partner anzuvertrauen, jetzt wird auch das geregelt, zum Wohl des Verbrauchers.“

Konkret heißt das: Wasserlizenzen sollen zukünftig europaweit ausgeschrieben werden müssen. Dann kommen Konzerne zum Zug, denn mit ihren Dumpingangeboten der großen Konzerne kann kein kommunaler Betrieb konkurrieren. Brüssel hat sich also entschieden: Wasser soll in Zukunft den Konzernen gehören und nicht mehr den Menschen.

Wasser muss Menschenrecht bleiben und darf kein Milliardengeschäft werden. Ein erster Schritt zur Gegenwehr ist diese Petition:

https://signature.right2water.eu/oct-web-public/signup.do?lang=de

Lasst euch euer Wasser nicht abgraben.

„Mein Kampf 2.0: PC Version“?

quelle: pi-news.netEs fing damit an, dass unsere Familienschröderin sich brüstete, sich beim Vorlesen für ihren Nachwuchs als Ad-hoc-Lektorin zu betätigen und „unerwünschte Worte“ einfach wegzulassen. Nun haben – logische Fortsetzung dieses Gedankens – zwei deutsche Kinderbuchverlage politisch korrekt von ihrem aktuellen Lektorat und wohl auch vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern als anstößig, rassistisch uvm. empfunden Wörter wie Negerkönig, Zigeuner etc. aus ihren Flaggschiffwerken – Pippi Langstrumpf und Preußlers Kleiner Hexe – getilgt. Und prompt entbrennt sehr zurecht die Debatte, ob man das darf.

Die Meldung selbst findet man u. a. hier.

Die Stellungnahme eines Befürworters findet sich hier.

Ich meine: Das geht gar nicht. Weil diese Worte Teil eines Textes sind, mithin eines Kunstwerkes (wie gut oder schlecht der/die Einzelne das Werk auch immer finden mag). Nur weil Frau Lindgren und Herr Preußler sich nicht mehr wehren können, darf man nicht einfach so die Schere an ihren Werken ansetzen.

Der nächste Schritt dieser Denke ist das Zermeißeln antiker Statuen durch prüde Christen wegen ihrer Nacktheit. Und ja, auch wenn man mir an anderer Stelle schon vorgeworfen hat, das Kind mit dem Bade auszuschütten – am Ende steht das Verbrennen unerwünschter Bücher.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin wirklich nicht auf Beifall aus der falschen (braunen) Ecke aus. Aber selbst im Jugendschutz gilt der Kunstvorbehalt. Was hier passiert, ist schlicht – obszön.

Teufelsacker, die 2.: Erste Rezi

Das ging schnell … Andreas Dresen hat die erste Rezension zu Teufelsacker online gestellt, und ich möchte sue euch nicht vorenthalten. Quelle: http://www.andreas-dresen.de

Heute möchte ich Euch ein ganz besonderes Buch vorstellen. Teufelsacker!

Rache, Verrat und Teufelspakt, so erzählt der Mönchengladbacher Autor Carsten Steenbergen die Legende zur Gründung der Vitusstadt aus einem völlig neuen Blickwinkel in seinem neuen Roman „Teufelsacker“, der im Dezember 2012 beim Mannheimer Verlag Feder & Schwert erscheint. Fast 300 Jahre nach der göttlichen Vision des Erzbischofs Gero, während des Umbaus des Münsters durch den berühmten Dombaumeister Gerhard, kommt das ganze Ausmaß der Verschwörung zum Vorschein. Dass es dabei historisch wie übersinnlich hergeht, versteht sich beim dem Phantastik-Autor quasi von selbst.

In „Teufelsacker“, einem Roman um mittelalterlichen Spuk findet Heinrich, zukünftiger Graf von Kessel, im Jahr 1256 auf den Feldern die bestialisch zugerichteten Leichen zweier Fuhrleute. Der einzige Überlebende, der Onkel seiner heimlichen Liebe Katharina, berichtet angsterfüllt von einem Teufel, einem dämonischen Korngeist – ein Gegner, dem nicht mit normalen Mitteln beizukommen ist.
Die Bitte um Unterstützung verhallt in der nahen Abtei nahezu ungehört, denn Abt Theoderich widmet seine Aufmerksamkeit ausschließlich dem Umbau der Basilika durch den berühmten Kölner Dombaumeister Gerhard.
Als Seele und Leben Katharinas in Gefahr geraten, nimmt Heinrich den verzweifelten Kampf gegen den übermächtigen Dämon auf. Doch was er bekämpft, geht weit über eine mörderische Erscheinung hinaus. Ein über dreihundert Jahre gehütetes Geheimnis um Rache, Habgier und Teufelspakte, in das sogar die Gründerväter der Abtei verstrickt sind, erhebt sich aus den tiefen Schatten der Hölle.

Teufelsacker erscheint in der origin-Reihe:

Preisgekrönt und aufregend anders!
In der origin-Reihe veröffentlicht Feder&Schwert seit 2007 phantastische Romane, die sich dem Mainstream des Genres verweigern und zeigen, dass Fantasy mehr ist als nur abgeschmacktes Nacherzählen bekannten Stoffs.
Vielmehr gibt origin der alten Tradition des Geschichtenspinnens und des gehaltvollen Erzählens Raum, spielt mit phantastischen Motiven und macht wieder Lust auf Reisen auf den Pfaden der Fantasie.
origin ist ursprünglich, urwüchsig, eigenwillig und nicht selten komisch, und bei allen Titeln handelt es sich um deutsche Erstveröffentlichungen aus dem Genre der phantastischen Literatur von unverbrauchten, aufregenden Autoren.

Bereits der erste Titel der Reihe, Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew von Oliver Plaschka, gewann 2008 den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie Bester Debütroman, gefolgt von Ju Honischs Das Obsidianherz im Folgejahr … und das ist erst der Anfang. Bleiben Sie dran!

Carsten Steenbergen
Teufelsacker
392 Seiten, Taschenbuch
Verlag Feder & Schwert
12,99 €
ISBN 978-3-86762-106-9
Erscheinungsdatum 21.12.2012

Leserunde „Teufelsacker“ gestartet

teufelsackerAlle, die Interesse an einer Leserunde zu Carsten Steenbergens Teufelsacker haben, haben jetzt noch Gelegenheit, an der gerade bei Lies & Lausch angelaufenen Runde teilzunehmen.

Sowohl der Autor als auch ich sind mit dabei – also steht Infos aus erster Hand und neugierigen Fragen nichts mehr im Weg.

Eine Leseprobe gibt es unter http://www.feder-und-schwert.com/downloads/Teufelsacker_Leseprobe.pdf

Jahresrückblick 2012

2012-film-logo.svgSooo … nach längerem Schweigen der erste Post 2013, und das erst am vierten Tag des Jahres. Na immerhin. Ich gelobe keine Besserung.

Um einen guten Einstieg zu finden, habe ich beschlossen, den vom geschätzten Alex Jahnke offenbar regelmäßig zu Neujahr ausgefüllte Fragebogen ebenfalls auszufüllen. Mal sehen, was ich mir dann nächstes Jahr zu sagen habe. Hier also:

2012 – eine Art Resümee

Zugenommen oder abgenommen?

leider zu

Haare länger oder kürzer?

mal so, mal so. Tendenz: verwuschelt rings um die Geheimratsecken.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Sehtest sagt: Keine Mängel.

Mehr bewegt oder weniger? 

weniger. Aus Verärgerung aus dem Volleyballverein ausgetreten. Hier muss Ersatz her.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Ich bin ein Fan von deficit spending.

Der hirnrissigste Plan? 

Die Chronos-Chroniken. Die waren zugleich auch der brillanteste (Danke Julia! It all started on the WÜ balcony with you having strange and wonderful ideas …)

Die gefährlichste Unternehmung?

Ich war 2012 nicht in Gefahr.

Der beste Sex?

Gentlemen don’t kiss (…) and tell.

Die teuerste Anschaffung? 

Tablet PC.

Das leckerste Essen?

Wie immer im MARLY bei Gregor Ruppenthal

Das beeindruckenste Buch?

Dance of the Assassins

Der ergreifendste Film

So einiges war sehr unterhaltsam, aber nicht ergreifend. Aber ich mag im Kino auch nicht ergriffen werden.

Die beste CD?

HRK: „Ich bin“

Das schönste Konzert?

Peter Heppner in Mannheim

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Wörtern.

Die schönste Zeit verbracht damit…?

Julia, und das ist gut so.

Vorherrschendes Gefühl 2012?

Müdigkeit

2012 zum ersten Mal getan?

einen Thriller geschrieben

2012 nach langer Zeit wieder getan?

Vampire live gespielt

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

die aktuelle Regierung, die vorherrschende Dummheit und zuviel Einmischung in meine Angelegenheiten

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

… die Gespräche laufen noch …

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? 

ein Brief zu meinem Geburtstag

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? 

Ich liebe Dich (was sonst?)

2012 war mit 1 Wort…?

suboptimal