Wahlqual

ImageSo, jetzt ist also wieder mal ein Wahlsonntag um.
Europawahl und Kommunalwahl in MA. Bei beiden war die Wahlbeteiligung aus meiner Sicht armselig.

Während ich Desinteresse unterstelle, meint ein anderer kluger Mensch, es läge an der (vermeintlichen?) Erkenntnis, man könne ja doch nichts ändern.
In jedem Fall aber gehen mir die schwerst auf die Nerven, die nicht wählen, aber mosern.Von den Erfolgen der AfD (Mannheim/BRD) und des Front National und seiner ungarischen Schwester (Europa) mal abgesehen.

Aber zurück zu den Nichtwählern. Könnte man das nicht umkehren? Ich meine die Frage nicht polemisch, aber – warum sich um die Wahlbeteiligung scheren? Warum nicht einfach denen, die nicht wählen, das Wahlrecht aberkennen, bis sie sich aktiv darum bemühen, z. B. sich wieder als Wähler registrieren lassen?
Nicht falsch verstehen: ich will KEINE Wahlpflicht einführen. Aber ich überlege, ob man die von dem Recht befreien sollte, die es ohnehin nur als lästieg Pflicht verstehen. Würde auch eine Menge Geld sparen …

Nochmal: Dies ist nicht als Polemik gedacht. Ich denke laut. Any comments? ich bin gespannt.

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4 Kommentare zu „Wahlqual

  1. Hm. Ich verstehe den Ansatz, bin aber der Meinung, dass den Leuten damit auch nicht geholfen ist. Im Gegentum. Da sie schon so den Hintern fürchterlich schlecht hoch bekommen, stünden sie plötzlich vor einer doppelten Hürde, würden sie denn doch noch mal wollen, eine Hürde, die sie dann sicherlich nicht mehr überspringen würden. Ich würde ihnen den Einstieg möglichst leicht machen, vielleicht alle paar Jahre einen Wahlhelfer vorbeischicken, der sich erkundigt, ob sie nicht mal wieder wollen (immerhin erfasst ihre Wahlbeteiligung ja das zuständige Wahlregister) und vielleicht sogar mal beim Fall des Nichtwählens einen Brief schicken und fragen, WARUM sie nicht gewählt haben und was man besser machen muss, damit sie nächstes Mal dann doch wählen gehen.
    Noch besser wäre es, wenn wir die Sache einfach mal wieder zum Hype werden lassen. Das hat damals beim SongContest ja auch geklappt. Es müsste wieder mal sexy sein, sich für Politik zu interessieren und eine Meinung zu haben, dann gehen die Leute auch wählen. Im Augenblick erscheint mir Politik so sexy wie ein Gartenzwerg…

  2. So falsch ist der Gedanke nicht: Wenn man sich um seine Stimme bemühen müsste, dann würde das deren Wert erhöhen. Zumindest in der Wahrnehmung der Wähler.
    Mir hat diese Wahl einige interessante Einblicke in die Gedankenwelt einiger Kollegen gewährt: Den eigentlich nicht dummen und engagierten Kollegen der dennoch AfD wählt, den Kollegen der selber nicht wählen geht aber seine Tochter dazu drängelt weil es ihre erste Wahl ist, die 3 (!) Kollegen, die ihre Frauen zur Wahl schleifen müssen – und den einen der vor Scham im Boden versinkt weil ihn seine Frau quer durch den Raum fragt, was sie denn hier (in der Wahlkabine) tun müsse.

  3. Was würde es ändern? Auch dann würden die (gar nicht mehr wahlberechtigten) Nichtwähler mosern, wenn ihnen danach ist.

  4. Hmm, prinzipiell lädt das aber auch wieder zu Mißbrauch ein, ich erinnere an Georg W. Bush, seinen Bruder und Florida. Da wurden ja Wähler aktiv aus dem Verzeichnis gestrichen, so dass sie keine Chance mehr hatten zu wählen (an dem Tag). Sowas wäre dann auch hier leichter möglich.

    Vor allem würde ich es nicht an einer einzelnen Wahl fest machen.

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