Sozialdemokratische Worte vs. sozialdemokratische Taten

Noch am 6. März war auf mrn-news.de folgende Meldung zu lesen:

SPD Mannheim:Abriss der Offizierssiedlung steht nicht zur Debatte

Mannheim/ Metropolregion Rhein-Neckar. Für die SPD steht außer Frage, dass die Offizierssiedlung im Benjamin-Franklin-Village im Wesentlichen erhalten werden soll und setzt auf den Dialog mit den Beteiligten vor Ort.

Bei der Diskussion um die Zukunft der Offizierssiedlung im Benjamin-Franklin-Village sieht die SPD-Gemeinderatsfraktion die Sorgen über einen möglichen Abriss als unbegründet an. Vielmehr soll die Siedlung größtenteils erhalten bleiben und die weitere Planung gemeinsam mit den Menschen vor Ort abgestimmt werden.

Klare Position der SPD von Anfang an

Stadtrat Reinhold Götz, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion und Aufsichtsratsmitglied der MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH (MWSP), erklärt: „Wir wollen den amerikanischen Charakter der Wohnsiedlung erhalten. Die hiesigen Amerikanerinnen und Amerikaner haben das Bild dort geprägt. Dies soll auch nach Abzug der US-Armee so bleiben. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Siedlung größtenteils erhalten bleibt und maßvoll nachverdichtet wird. Diese Position haben wir von Anfang an klar geäußert. Auch die für die Entwicklung verantwortliche MWSP hat nichts anderes kommuniziert. Deshalb sehen wir keinen Grund, sich um die Zukunft der Offizierssiedlung zu sorgen.“

(…)

Die Vorsitzende der SPD Käfertal und SPD-Bezirksbeiratssprecherin Dr. Melanie Seidenglanz erläutert: „Der aktive Dialog zwischen der Initiative Wasserwerkstraße, dem Bezirksbeirat und dem Konversionsbüro ist ein wichtiger Bestandteil des gesamten Entwicklungsprozesses. Denn für mich spielen die bereits ansässigen Bewohnerinnen und Bewohner und deren Interessen eine sehr große Rolle. Diesen Dialog möchten wir weiterhin pflegen.“ Dazu gibt es eine offene Diskussionsrunde am 19.03.2015 um 18:30h in der Turnhalle der Elementary School (Eingang Wasserwerkstraße, gegenüber Friedhof Käfertal).

Bei dieser Diskussionsveranstaltung waren wir dann auch … und die im Artikel zitierte Frau Seidenglanz auch. Dort war aber keine Spur mehr von Interesse an unseren Interessen. Vielmehr glänzte Frau Seidenglanz dort in einer großen Koalition mit Konrad Schlichter (CDU) als vehemente Befürworter des Kaputtverdichtens der Offizierssiedlung.

Hier gibt es ja nun eindeutig eine Kluft zwischen Worten, also Pressetext, und Taten, nämllich dem, was faktisch für die Offizierssiedlung vorangetrieben wird. Das ist ziemlich übel und macht Politiker unglaubwürdig. Es trägt auch nicht dazu bei, die von Gemeinderat Ralf Eisenhauer beim Aktionstag der Bürgerinitiativen beschworene Hinwendung zur „größten Bürgerinitiative“, den politischen Parteien, zu befördern.

Amerikanischen Charakter erhalten, Herr Götz … ja wo denn?

Anwohnerinteressen wahren, Frau Seidenglanz … ja inwiefern denn?

Maßvoll verdichten, Herr Götz … dazu ist alles gesagt (s. https://thetruthsofar.wordpress.com/2015/03/20/maslos-masvoll/)

Kein Grund sich Sorgen zu machen, Herr Götz … oh doch. Wir machen uns Sorgen.

Nicht zuletzt um die SPD.

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