Song der Woche, KW 50

… ist das Titelhema der aus meiner Sicht besten Serie, mit der Erzählgott J. J. Abrams uns bisher unterhalten hat.

Ich schaue grade Staffel 3 und habe großen Spaß.

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Biss einer heult …

Nachdem ich letzthin schon so vielen Menschen mit meinem Wunsch, Buffy möge doch endlich Edward pfählen, damit wir vor der Zwielichtkacke Ruhe haben, aus der Seele sprach, sei noch auf diese wunderbare Seite verwiesen. Die Autorin, selbst mormonischen Hintergrunds, zerreißt Frau Meyers in der Luft. Und noch ne Frage: Wusstet ihr, dass es „Fan-Pornofiction“ mit Bibelfiguren als Protagonisten gibt?

Also ehrlich …

In diesem Sinne ganz vorweihnachtlich: Sparkle, sparkle, little Sucker!

– Oliver, Team Buffy

Killing in Paris

Der schon angekündigte Thriller Der Facebook-Killer nimmt langsam Gestalt an. Thommy Mardo, der Verlag und ich sind und jetzt einig, dass Paris und Mannheim die geographischen Eckpunkte der Handlung sein werde. Auch eine Homepage entsteht gerade, auf der wir euch in Zukunft auf dem Laufenden halten werden … vorbeischauen ist schon möglich, aber betrachtet sie bitte als „Work in Progress“.

Koalas: Ich bin dann mal weg

Am vergangenen Sonntag war der dritte Spieltag der laufenden Saison, und ich habe während des dritten Satzes unseres zweiten Spieles die Halle verlassen.

Ein ungewöhnlicher Schritt – wie kam es dazu? Dazu eine kurze Analyse des Spieltags aus meiner Sicht.

Wir hatten zuerst Gelegenheit, die beiden gegnerischen Mannschaften  – beide in der Tabelle weit über uns – im Spiel gegeneinander zu beobachten. Dann haben wir das Spiel gegen die leicht schlechtere der beiden, Deidesheim, gewonnen, wobei der erste Satz verloren ging und wir uns danach durch eine echte Mannschaftsleistung von Satz zu Satz steigerten. Tatsächlich gelang es sogar, einen verloren scheinenden Satz nach deutlichem Rückstand zu drehen, was uns aufgrund unserer „mentalen Probleme“ seit sehr langer Zeit nicht mehr geglückt ist.

Ich merkte unserer Trainerin gegenüber an, nun stünde die aus meiner Sicht beste Mannschaft auf dem Feld, nachdem am letzten Spieltag die aus ihrer Sicht beste Formation gegen Rheinau nicht überzeugen konnte. Sie sagte, sie sehe das ganz anders.  Diese andere Einschätzung kam dann im zweiten Spiel zum Tragen. Die erfolgreiche Mannschaft aus Spiel 1 wurde auf drei Positionen geschwächt; entsprechend trostlos war das Spiel gegen die tabellenführenden Kartoffelsäcke denn auch. Diese Niederlage geht aus meiner Sicht ausschließlich auf das Konto unserer Trainerin, die hier ein Konzept durchzusetzen versucht, das sich mir möglicherweise aus mangelndem Volleyballverständnis nicht erschließt, das aber in jedem Fall nicht von Erfolg gekrönt ist (0:3).

Dies setzt eine Entwicklung fort, die nicht erst mit dem letzten Spieltag begonnen hat, sondern auch im Grunde die gesamte letzte Saison prägt: für mich nicht nachvollziehbare Aufstellungen, taktische Vorgaben, die das einst Besondere unserer Spielweise bis zur Unkenntlichkeit verwässern („dumb it down“ nennen das die Amerikaner) und Prinzipienreiterei, wo es angebracht wäre, Probleme zu erkennen, anzuerkennen und an ihnen zu arbeiten.

Ich habe jedenfalls beschlossen, mir das erstmal aus der Distanz anzusehen.

Chronos-Chroniken: 1. SL-Treffen

So,wir sind einen Schritt weiter … die SL hat sich weitgehend gefunden und besteht neben meiner Wenigkeit aus Julia Becker, Anja Russow, Christian Hötting und Boris Bernhard. Unser geheimnisvoller 6. Mann ist angefragt und wird sich in Kürze entscheiden.

Eine Riesen-Excel-Liste mit Namen einzuladender Menschen ist erstellt. Das Problem, dass eine befreundete SL auf genau demselben Termin ebenfalls ein Live veranstalten wollte, ist beigelegt, da diese dankenswerterweise mal kurz um ein Jahr nach hinten verschoben hat (danke an dieser Stelle an Jenny, Ise, Alex und den Engel). Nun gilt es, einen Einladungstext zu schreiben … ich freu mich wie doof auf unser Steampunk-Larp. Ihr hört von uns.

And then Buffy staked Edward – The End.

Was hätte ich mich gefreut, diesen Satz zu lesen. Es wäre ein würdiges Ende gewesen (am besten so nach ein, zwei Seiten in Bd. 1) für eine der unsäglichsten Bücherreihen, deren ersten Band ich je nach der ersten Hälfte wegen akuter Unerträglichkeit wegzulegen und danach mit der Kneifzange nicht mehr anzufassen ich das Vergnügen hatte. Ein Buch voll unausgegorenen Mormonengesülzes, das alles kaputtmacht, was an Vampiren je cool, mystisch und erotisch war. Eine Verschwendung von Regenwald, von den Verlagen in den USA wie hier wider besseren Wissens hochgejubelt zum Bestseller und Trend-Setter, vom Publikum geliebt aus Geschmack-Losigkeit im Wortsinne und Unkenntnis von Alternativen.

Von den noch grottigeren Verfilmungen will ich gar nicht erst anfangen.

Aber zum Glück gibts dieses Video:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=RZwM3GvaTRM

… danke danke danke!

– Oliver, Team Buffy

Schuldig

Hier eine erste Rezi unseres 2. Harry-Dresden-Romanes, insgesamt Nummer 8 (der von vielen Fans lang ersehnte Nachdruck von Bd. 3 erschien gestern.)

Jim Butcher – Schuldig
Die dunklen Fälle des Harry Dresden Band 8 – Roman [B!-Rezi]

Also, da gibt es diesen Privatschnüffler, der ist gleichzeitig Magier… nein nein, wir haben es hier nicht dem neusten Roman aus der Reihe Geschichten aus der Nightside zu tun, und wir reden hier auch nicht über den verfluchten John Taylor – andere Baustelle heute. Seid einigen Jahren macht nämlich der Autor Jim Butcher von sich reden, der eine Reihe von Romanen veröffentlicht hat über seinen Privatdetektiven Harry Dresden – dieser ist außerdem tatsächlich der einzige Zauberer der in Chicago im Telefonbuch unter „Zauberer“ steht. Bis vor kurzem sind die Dresden Files auf deutsch bei Knaur erschienen, jetzt hat der mannheimer Verlag Feder & Schwert die Dunklen Fälle des Harry Dresden übernommen, und wir steigen mit Band Acht, Schuldig, in die Reihe ein. Ich muss zugeben, ich habe die Reihe bisher nur bis Band 5 gelesen, und nur auf Englisch, so das ich durch das Buch ein wenig gespoilert wurde – ich entschuldige mich also schon mal vorweg falls ich jemandem den Genuss der Romane etwas verderbe.

Äußerlich orientiert sich der Band einerseits an den bisherigen Romanen von Feder & Schwert, mit matter Beschichtung, Brauntönen und Schriftspielen, anderseits ist das Titelbild der US-Auflage entnommen, mit der Hauptfigur in Pose vor einer düsteren Straße. Ich für meinen Teil bevorzuge die UK-Ausgabe, aber gelungen ist es dennoch. Innen ist die Gestaltung der 608 Seiten gelungen, das angenehme Schriftbild das man mittlerweile von Feder & Schwert gewohnt ist. Auch kämpft dieses Buch nicht mit den Lektoratsproblemen, die Weltenende geplagt haben, man darf also hoffen das es bei einem einmaligen Ausrutscher bleibt.

Hmmm… wie fange ich am besten an? Jahre lang war Harry Dresden das schwarze Schaf unter den Zauberern Chicagos – er hatte einen anderen Magier getötet, zwar aus Selbstverteidigung, aber dennoch ist das ein Verbrechen gegen die sieben Gesetze der Magie. Und nachdem er endlich mal eine Freundin gefunden hat wird diese von Vampiren des Roten Hofes (Die bösen, schönen Blutsauger dieser Welt – stellt sie euch ein wenig wie Tzimisce mit einem hauch von Toreador vor, dann wisst ihr worauf es hinausläuft) entführt. Harrys Befreiungsversuch führt dann zu einem Weltkrieg zwischen dem Roten Hof und dem Weißen Rat (Die „Regierung“ der Zauberer – stellt euch die Vereinten Nationen in bösartig vor). Ach ja, Glück mit Frauen hat er, wie ihr wahrscheinlich merkt, auch nicht. Und lasst einen Magier nie in der Nähe moderner Elektrik wenn ihr sie behalten wollt – aus irgend einem Grund sterben moderne Geräte in ihrer Nähe. So, habe ich was vergessen? Ach ja, Geister, Feen und Werwölfe gibt es auch noch. So, jetzt also auf zum vorliegenden Roman.

Schuldig eröffnet damit, das Harry Dresden Wächter geworden ist (Quasi die Polizei des Weißen Rates) und der Hinrichtung eines Schwarzmagiers beiwohnt – einem Teenager, der nicht rechtzeitig gefunden worden war und begonnen hatte schwarze Magie zu wirken, ein Verbrechen auf das es nur die Todesstrafe gibt. Aufgrund seines persönlichen Hintergrundes kommt es dabei wieder zu einer Auseinandersetzung zwischen Harry und den Anführern des Weißen Rates, vor allem mit dem Merlin, dem Oberhaupt des Rates. Nachdem die Versammlung sich auflöst weist der Torhüter, ein seltsamer und alter Magier, der die Fähigkeit besitzt die Zukunft zu sehen, Harry darauf hin, das sich ein unbekannter Schwarzmagier in Chicago herumtreibt. Schonmal Problem Nummer eins. Außerdem gibt es Schwierigkeiten zwischen dem Lichten Hof der Feen und dem Weißen Rat, und da Harry in der Gunst der Königinnen steht UND persönliche Freunde bei Hof hat… ob er sich nicht drum kümmern könnte…? Problem Nummer zwei. Zu allem Überfluss bittet ihn Michael, der Kreuzritter, Träger eines der drei Schwerter, die aus den Nageln des Wahren Kreuzes geschmiedet wurden und einer von Harrys besten Freunden, um Hilfe: Der HERR ruft ihn fort auf eine heilige Aufgabe, aber seine Tochter, Molly ist verschwunden. Problem drei – oh, und Michaels Frau hasst Harry bis aufs Blut. Und kaum hat Harry Molly gefunden – auf einer Polizeiwache zu allem Überfluss – da macht sich Problem vier bemerkbar: Karrin Murphy von Chicagos Sonderabteilung der Polizei hat bei einem Horrorfilm Festival alle Hände voll zu tun als ein Furchtfresser auftaucht und das Festival auf blutige Weise unsicher macht. Harry wird bald klar das es zwischen den Problemen ein Zusammenhang geben muss, aber welchen wäre nicht mal ihm im Traum eingefallen…

Fazit:
Puh. Dieser Roman ist eine absolute Tour de Force – irgendwie gibt die Action zu keinem Zeitpunkt nach, und Butcher gibt weder seinen Figuren noch seinem Leser sonderlich viel Luft zum Atmen. Dennoch wird man als Leser der Romanreihe zu keinem Zeitpunkt wirklich überfordert, wie es bei den Geschichten aus der Nightside durchaus mal passieren kann. Die Handlung bleibt spannend und schlüssig – und an den paar Stellen an denen sie unlogisch wirkt folgt die Aufklärung später. Dem Autor gelingt es wunderbar seine Plots zu jonglieren ohne den Leser vor dem Kopf zu stoßen, und schafft es auch noch auf den letzten Seiten eine neue Bedrohung aufzutauchen, ohne das es gezwungen wirkt. Ich weiß nicht ob ich einem neuen Leser dieses Buch als Startpunkt empfehlen würde, aber Leser die schon länger dabei sind werden auch nicht meine Empfehlung brauchen. Alles in allem eine gelungene Fortsetzung zu einer brillianten Urban Fantasy-Reihe.