Neues aus der Nightside

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Simon R. Greens Geschichten aus der Nightside haben als Hörbücher ein neues Zuhause. Die Firma cc live aus München, bei der unter anderem auch das Hörbuch zu Wolfgang Hohlbeins Das Netz erschienen ist, wird im März 2015 die ersten beiden Folgen auf den Markt bringen. Wie mir Sprecher Claus Vester erzählte, wird es danach im Monatsrhythmus (!) weitergehen, so dass John Taylors abstruse Abenteuer bis Januar 2016 komplett zu hören sein werden.

Oben seht ihr schon mal das von Oliver Graute neu gestaltete Cover zum ersten Hörbuch. Also ich freue mich drauf …

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A Hard Day’s Knight

9783867621656Nein, das ist kein Vertipper, sondern der Originaltitel von Simon R. Greens 11. Nightside-Roman. Bei uns wird er „Aller Tage Abend“ heißen.

Ich habe ihn gerade zuende lektoriert und kann ohne zu spoilern sagen: Nach einer etwas gemächlicheren Phase geht Green hier wieder in die Vollen. Excalibur, Puck, Oberon & Titania, König Artus … muss ich mehr sagen? Gut. Ich sage: Windeln. Freut euch drauf!

Herr Rhodan empfiehlt

Taschenbuch: »Die dunkle Seite der Nacht« von Simon R. Green

Besonders lieb sind mir ja die Kollegen, die auch mal über den Tellerrand hinausschauen. Zu denen gehört der geschätzte Klaus N. Frick. Er wollte von mir einen Titel aus unserem Verlagsprogramm empfohlen haben, ich gab ihm Nightside 1 mit, und er hats nicht nur gelesen, sondern auch besprochen – und zwar so:

Die Redaktion empfiehlt: »Die dunkle Seite der Nacht« von Simon R. Green

16.11.2012 08:00

Starker Einstieg in die »Nightside«-Serie

Meist bespreche ich auf der PERRY RHODAN-Homepage solche Romane, Comics und Hörbücher, die einigermaßen aktuell sind – das »gehört sich« normalerweise so für Rezensenten. Das Buch, das ich diesmal vorstelle, kam schon 2003 auf den englischsprachigen Markt und wurde 2006 in deutscher Sprache veröffentlicht; als »neu« kann man das nicht bezeichnen. Immerhin las ich die dritte Auflage des Werkes, die 2012 in den Handel kam …

Gemeint ist der Roman »Die dunkle Seite der Nacht«, den der englische Autor Simon R. Green verfasst hat und der den ersten Teil der »Nightside«-Serie bildet. Das Buch hat mich derart gepackt, dass ich mir bei Gelegenheit die anderen Romane der Serie besorgen werde – Green liefert einen fesselnden Genre-Mix, der zumindest mir sehr viel Spaß machte.

Der Roman beginnt wie ein klassischer Krimi: John Taylor ist Privatdetektiv, aber kein sonderlich erfolgreicher, und er schnüffelt in London hinter irgendwelchen Menschen her. Sein Geheimnis: Mitten in London gibt es die sogenannte Nightside, eine abgeschirmte Parallelwelt, zu der nur diejenigen Zutritt erlangen, die über gewisse Fähigkeiten verfügen – und aus dieser Nightside stammt Taylor eigentlich. Nie wieder will er dorthin zurückkehren.

Doch seine Pflicht und eine reiche Auftraggeberin bringen ihn dazu, wieder in die Nightside zu gehen, begleitet von seiner Auftraggeberin. An seiner Seite erlebt die selbstbewusste Frau die haarsträubendsten Abenteuer, trifft auf seltsame Wesen und unheimliche Menschen, stolpert durch grauenvolle Szenerien und kommt immer tiefer hinein in die Nightside, die sich abwechselnd als ein einziger Alptraum oder als skurrile Fantasy-Welt präsentiert.

Dabei geht es durchaus heftig zu: Massenmörder und psychotische Monster treiben in der Nightside ihr Unwesen, es kommt zu wahren Blutbädern – und John Taylor zeigt sich als ein Mann, der über Freunde verfügt, die normalerweise in eine geschlossene Anstalt gehören …

»Die dunkle Seite der Nacht« erweist sich als knallige Mischung aus hartem Krimi, schräger Fantasy und derbem Horror. Blut spritzt, zynische Sprüche werden geklopft, und der Humor ist sicher nicht jedermanns Sache. Ich habe mich bei dem Roman bestens unterhalten; der Autor erzählt rasch und mit einem Gespür für Szenen, die in der Erinnerung bleiben. Abseits der Splatter-Effekte, die er gelegentlich einbaut, zeigt Simon R. Green darüber hinaus eine schöne Ideenvielfalt – er überrascht durch Einfälle, die ich bislang nicht gelesen habe.

Die Gestaltung des Buches unterstreicht das Ganze: Kapitel werden durch schöne Vignetten eingeleitet, das düstere Cover ist für einen phantastischen Roman eher ungewöhnlich. Der kleine, aber feine Verlag Feder & Schwert, in dem die »Nightside«-Reihe erscheint, präsentiert die Serie in einer Weise, die mich sehr anspricht.

Mit 201 Seiten ist der rasant zu lesende Roman rasch vorüber – ich langweilte mich auf keiner Seite und ließ mich bereitwillig in das bizarre Geschehen hineinziehen. Wer Lust auf ungewöhnliche Phantastik hat, dürfte an dem Roman seine Freude haben, ebenso an der gesamten Serie. Das Taschenbuch gibt es für 10,95 Euro überall im Buchhandel, ebenso bei Versendern wie amazon.de; mithilfe der ISBN 978-3-937255-94-1 kann es leicht bestellt werden.

Selbstverständlich gibt es den Roman auch als E-Book, unter anderem für den Kindle. Die digitale Version kostet 6,99 Euro. Und wer den Verlag selbst unterstützen möchte, bestellt das Buch über dessen Shop-Seite.

Für eine Handvoll Pfund

Geschichten aus der Nightside 10 ist erschienen – und unser alter Freund Infernal Teddy hat den Band für die Aktion Abenteuer! besprochen. Lest selbst:

Da sind wir wieder, willkommen zurück in der Nightside. Wir waren jetzt schon eine Weile nicht mehr da, aber der eine oder andere wird sicher erinnern können das wir bisher neun mal in dieser seltsamen Zwillingsschwester waren, dieser Stadt wo es immer drei Uhr morgens ist und sich selbst Engeln und Dämonen nicht unbewaffnet hin trauen. Der Stadt, in der John Taylor lebt, Privatdetektiv und Lilithssohn. Jetzt hat uns Feder & Schwert endlich den zehnten Band beschert, schauen wir also, wohin uns dieses Mal die Achterbahn führt.

Von der Optik her braucht man nicht viel zu sagen, das Buch sieht halt aus wie der Rest der Reihe, und mit 267 Seiten ragt er auch vom Umfang her nicht sonderlich heraus. Ich glaube, sie haben das Papier geändert, es riecht ein wenig anders, aber ansonsten… Also auf zum Inhalt.

Dieses Mal beginnt die Geschichte geradezu gemächlich – John Taylor wird von einem Elfen dazu angeheuert, ihn ans andere Ende der Nightside zu bringen, damit er mit dem Friedensvertrag zwischen den Höfen entkommen kann. Geht natürlich schief, Walker erwartet sie bereits, und es kommt heraus das der Elf nur ein Lockvogel war. Allerdings macht der Elf eine düstere Andeutung – Excalibur wäre auf dem Weg zur Nightside, es wäre aber nicht das, was sich alle darunter vorstellen. Der nächste Auftrag allerdings ist es, um das sich die eigentliche Geschichte dreht: Larry Oblivion, der untote Detektiv heuert John an, um ihn bei der Suche nach seinem Bruder zu helfen, welcher im Lilithkrieg verschwand. Diese Suche führt die beiden wieder mal in die Tiefen der Nightside, aber egal wo sie hingehen, Walker ist ihnen auf den Fersen. Walker, der Vertreter der Autoritäten welche über die Nightside herrschen, Walker, den jeder für unaufhaltsam hielt – Walker stirbt, wie wir schon im letzten Band erfuhren, und hat sich John als Nachfolger ausgewählt. Zu dumm das er ein ‘Nein’ nicht annehmen wird. Und nach einem Besuch beim Sammler, einem Besuch der für diesen tödlich endet, kommt es zum lange erwarteten Showdown zwischen John Taylor und Walker, einem Showdown den nur einer überleben kann…

Fazit:
Insgesamt fühlt sich der Band „langsamer“ an als die bisherigen Teile der Reihe, so las würde dem Autor die Luft bzw. die Ideen ausgehen. Das Buch ist deswegen nicht schlechter, aber das Überdrehte und Temporeiche an den Geschichten ist hier weniger vorhanden. Inhaltlich schließt der Band einen weiteren Handlungsstrang ab – die Sache mit Walker – um einen neuen zu eröffnen. Es bleibt abzuwarten wie es weitergehen wird, schließlich sind wir der englischen Ausgabe jetzt nur noch zwei Bänder hinterher. Mir hat die Geschichte jedenfalls gefallen, aber ich frage mich wie lange der Autor die Reihe interessant halten kann.