Die verlorene Puppe

Cover_Puppe2Derzeit habe ich das Vergnügen, den nächsten Geniestreich von Judith & Christian Vogt zu lektorieren, Die verlorene Puppe.

Dieser zweite Roman aus der Welt von Eis&Dampf führt euch in einem Zirkusluftschiff über den unwägbaren Atlantik.

Die verlorene Puppe erscheint im Herbst 2016 bei Feder & Schwert . Ohne zu spoilern kann ich sagen: Freut euch!

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Baker Street: Erste Rezi

Der Kollege Moritz Mehlem scheint uns ganz gern in der Baker Street besucht zu haben. Hier seine Rezension …

 
Feder & Schwert haben mich mal wieder mit einem Rezi-Exemplar ihrer Neuheit versorgt. Prima, denn das Ding ist (neben seinen inneren Werten) ein absoluter Blickfang im Regal. Was sage ich, das Ding gehört in eine Glasvitrine!
Gestaltung

Alter, ich wusste ja, dass bei Feder & Schwert Leute arbeiten, die Bücher lieben, aber das kleine Schmuckstück hier ist einfach eine Wucht. Das etwa A5 große Buch hat abgerundete Kanten und eine Einbanddicke irgendwo zwischen Taschenbuch und gebundener Ausgabe. Es ist mit einem Gummiband zu verschließen und hat das unaufdringliche Umschlaglayout eines schicken Notizbuches. Chapeau!
Inhalt
Hey, was muss ich da auf dem Cover lesen? „Spektakuläre Entdeckungen in einem Saarbrücker Hinterzimmermuseum“?!? Wie? Was? Wo? Baker Street und kein Sherlock Holmes?!? Verdammte Axt, wollt ihr mich veralbern?
… wenig später mit einem leidlich auf Normalmaß getrimmten Blutdruck kann ich mir dann endlich das Vorwort des Herausgebers durchlesen und erfahre, dass als „Backdrop“ für die hier versammelten Kurzgeschichten ein (fiktiver???) Saarbrücker Pub dient, in dem bei Baumaßnahmen ein Raum gefunden wurde, der etliche Artefakte versammelte, die der (fiktive???) Weltenbummler Heinz Rox-Schulz hier versammelt hat. So wird jede der 16 Kurzgeschichten von einer Seite eingeleitet, auf der ein Exponat abgedruckt ist, das zentraler Anteil des im Anschluss gewobenen Seemannsgarns ist. Großartige Sache. Gefällt mir sehr gut und ich bin versucht, meine Enttäuschung ob der mangelnden Sherlockholmesigkeit zu vergessen. Also nichts wie rein in die Sammlung.
Ich denke mal ich greife meine 3 Favoriten-Geschichten raus, schreibe kurz was zu ihnen und versichere euch, dass die restlichen Stories auch allesamt nicht von schlechten Eltern sind:
Beginnen wir mit Brandspuren von Oliver Hoffmann. Sauber. Der gute Olli scheint beim Briefing gepennt zu haben oder die Mails des Herausgebers nicht gründlich genug gelesen zu haben, denn hier haben wir doch eine waschechte Holmes-Erzählung vorliegen. Oder sagen wir zumindest mit einer Geschichte aus dem Holmes-Universum, denn hier klärt Moriarty eine Mordserie auf, die eigentlich gar nicht als eine solche zu erkennen ist. Der Autor spielt sehr schön mit Holmes-Klischees und dei Auflösung ist sogar fast ein wenig überraschend…
Total cthuloid und recht morbide kommt Ding-Ding von Germaine Paulus daher. Der Ich-Erzähler ist im Besitz einer Säge eines Sägerochens, der ihn via Gedankenkraft mit dem Vorbesitzer Jakob Hannsen verschwimmen lässt und nicht mehr aus seinem Kopf verschwinden will. Die „alte Kätt“ erklärt sich bereit ihm zu helfen…
Hört sich schleimig an ist aber so: Auch die Geschichte von Herausgeber und Initiator Christian von Aster Das Dunkle Erbe von Amarna gehört unbedingt in meine Top 3. Die könnte von Stimmung und Handlung her auch aus der Feder des großen Meisters H.P.L. stammen. Hier sorgt eine Mumie im Saarbrücken der 50er Jahre für einige morbide Unordnung…
Mir fällt gerade auf, dass ich alle drei Kurzbeschreibungen mit drei Punkten habe enden lassen. Was für ein dämlicher Kniff, der eigentlich schon beim ersten Mal nervt. Sorry, aber genau so offen sind alle Geschichten, die sich zumeist in bester Lovecraft-Manier mit den letzten zwei bis drei Sätzen noch einmal komplett  drehen.
Wie in solchen Anthologien üblich wird die Sammlung mit Kurzvorstellungen der Autoren beendet, die wahrscheinlich kaum jemand liest, aber ich habe immer Spaß daran, wenn ich die vorher gelesenen Werke im Anschluss besser einordnen kann. Das kommt meinem Schubladengehirn sehr entgegen.
Fazit
Sieht toll aus, liest sich mehr als gut, hier gibt es nicht viel zu bemängeln.
Bewertung
4 von 5 durchgeknallte Artefakte
Produkt: Die Baker Street-Artefakte
Autor: Christian von Aster (Hrsg.)
Verlag: Feder & Schwert
Aufmachung: fest eingebundene Kladde mit Gummiband-Verschluss
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 17,99 Euro
ISBN: 978-3-86762-249-3

Lesecafé

style-old-antique-sofa-library-books-bookWie auf Facebook bereits verkündet, haben wir die Ehre, dieses Jahr das Lesecafé auf der RPC (16./17. Mai, Messe Köln) auszurichten.

Folgende Autoren haben zugesagt und werden zum Signieren zur Verfügung stehen; natürlich können die entsprechenden Werke und andere Titel der Autoren vor Ort erworben werden:

Samstag

1100–1200          Anja Bagus

1200–1300          Bernhard Hennen

1300–1400          Wolfgang Hohlbein

1400–1500          Alex Jahnke

1500–1630          Ju Honisch/Julia Becker/meine Wenigkeit

(Schwingen aus Stein/Wahre Märchen)

1630–1730          Ulli Schwan

Sonntag

1100–1200          Kirsten Brox

1300–1400          Jennifer Heine und Stefanie Bernardowitz

1400–1500          Judith Vogt

… und da kommt noch mehr … Wir sehen uns in Köln!

E-Books gegen den Strom

Kindle-4-GroesseFeder & Schwert liegt mal wieder voll … nicht im Trend.

Das Wachstum bei E-Books hat nämlich in Deutschland im Jahr 2014 branchenweit kräftig nachgelassen. Der Umsatz wuchs im vergangenen Jahr laut einer Statistik des Marktforschungsunternehmens GfK Entertainment im Auftrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels nur um 7,6 %, während er 2013 noch um mehr als 60 % (!) angestiegen war. Der Umsatzanteil von E-Books am gesamten Buchmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) stieg damit 2014 auch nur leicht von 3,9 auf 4,3 %. Bei Feder & Schwert ist der Anteil rund sieben mal so hoch.

Viele in der Branche hätten beim E-Book dauerhaft höhere Wachstumsraten erwartet, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins, in einer begleitenden Presseerklärung. Dennoch sei das E-Book (oder, wie es gerne auch genannt wird, Neulandbuch) aus dem Markt nicht mehr wegzudenken. Auch seien Reader inzwischen sehr verbreitet, so der Herr Riethmüller.

2014 haben 5,7 % der Deutschen über 9 Jahren, das sind immerhin stattliche 3,9 Millionen Menschen, digitalen Lesestoff erworben. Auf Belletristik (Romane und Krimis) entfielen 84% Prozent dieser Umsätze. Ratgeber, Kinder- und Jugendbücher machten jeweils nur 5% aus, Sachbücher und Lexika 6%. Absolute Umsatzzahlen nannte Herr Riethmüller nicht.

Eis & Dampf

ImageDas Ziel ist erreicht und unser Crowdfunding-Projekt Eis und Dampf finanziert! Danke an alle Unterstützer – und alle, die es noch werden wollen, denn jetzt gilt es, das erste Stretchgoal zu erreichen: eine extrem schicke Karte Europas und Nordafrikas in der Eiszeit – natürlich in Steampunk-Optik. Darum gibt es ein neues Dankeschön: KARTOGRAPH – die Karte in A2, signiert, für nur 15 € … und danach gehen wir ans zweite und letzte Stretchgoal, die Papierversion der Anthologie.

Mehr unter http://www.startnext.de/eis-und-dampf. Wir zählen auf euch!

Kunstblut

ImageMit einiger Verspätung hat das D&D-Gate gemerkt, dass es drei (!) Bände unserer Kunstkrimi-Reihe um Annie Kincaid gibt. Hier die Rezi von Moritz Mehlem:

Komisch! Ich habe aus direkter Quelle erfahren, dass die Umschläge der Annie Kincaid-Reihe sich verkaufshemmend ausgewirkt hätten – dabei finde ich die große Klasse. Sie haben einen hohen Wiedererkennungswert, sehen im Regal vom Rücken her schick aus und transportieren den Inhalt wirklich hervorragend.

 

Zu diesem Band möchte ich noch kurz bemerken, dass ich mich düster erinnere, dass F&S mit ihm vor etwa 2 Jahren bei startnext die Wasser für ein Literatur-Crowdfunding ausgelotet haben und die benötigte Kohle leider nicht zusammengekommen ist. Umso erfreulicher, dass der Band trotzdem übersetzt und gedruckt wurde. Mittlerweile haben ja die Crowdfunding-Plattformen abseits von Kickstarter auch einiges an Renommee gewonnen – vielleicht kann man ja dem vierten Teil der Reihe noch einmal die Chance geben, wenn er sich nicht auf andere Art und Weise finanzieren lässt.

 

Worum geht’s nun aber in Annies drittem Fall? Vordergründig dreht sich alles um das Gemälde „La Fornarina“, das als Kopie in einem Kolumbarium, in dem Annie gerade arbeitet, hängt. Zu Beginn des Romans wird die Frage aufgeworfen, ob es sich nicht um das Original von Raffael handeln könnte, aber als Annie nachsieht, stellt sie fest, dass sie es mittlerweile mit einem billigen Druck zu tun hat. Wo ist also das Original? Und was ist mit dieser komischen Cindy Tanaka passiert, die Annie auf das Bild aufmerksam gemacht hat? Welche Rolle spielt das komische Kistchen, das der mysteriöse Ghul aus einem Mausoleum auf dem Friedhof des Kolumbariums stehlen wollte.

Eigentlich geht es aber im ganzen Roman nur um Annies Suche nach dem „richtigen“ Partner. Sie ist mit dem Bauunternehmer Josh zusammen, trifft aber immer mal wieder den geheimnisvollen Michael X. Johnson und auch ihr Vermieter ist nicht ganz uninteressant.

Auch der immer im Hintergrund präsente Fälscher-Großvater spielt zwar keine direkte Rolle, aber immerhin taugt er als Druckmittel, um Annie auf die Suche nach dem Bild einzupeitschen.

 

Einfach nur, weil diese Stelle vom Stil her so überhaupt nicht zum eigentlich sehr schicken Stil des Romans passt, möchte ich mal eine Szene zitieren, die man sonst nur aus dem aktuellen Ärzte- oder Adels-Roman kennt: „Seine braunen Schultern steckten in einer gut eingetragenen, kurzen braunen Lederjacke, das schneeweiße Hemd stand am Hals offen und unten schmiegten sich ausgebleichte Levis um schmale Hüften und wohlgeformte, muskulöse Oberschenkel. Der Kragen der Lederjacke wurde sanft von dunkelbraunen Locken gestreichelt, und als sei das alles noch nicht genug, erstrahlten seine Augen hinter den unverschämt langen Wimpern in einem Grün, bei dem man unwillkürlich an das Bier denken musste, das die Pubs in North Beach am St. Patrick’s Day ausschenken.“

Granate, oder? Keine Ahnung wie die Passage am Lektorat vorbeigeschmuggelt wurde. Aber keine Angst, das ist ein einmaliger Ausrutscher – vielleicht auch ein gezielter Bruch, denn das Buch ist eigentlich viel zu cool für einen solchen Schmonses. Gut, dass Reich-Ranitzky die Passage nicht mehr miterleben musste. (An dieser Stelle sei kurz angemerkt: „Mach’s gut, Marcel!)

 

Fazit:

Was soll ich sagen? Ein „klassischer“ Annie Kincaid. Viel Flair aus der Kunst-Szene, schöne Story, deren Ende vielleicht etwas überraschend kommt. Da hätte ich mir im Vorfeld etwas mehr Hinweise für den Leser gewünscht, damit der etwas Herrenwissen und einen kleinen Wissensvorsprung gegenüber der Heldin hat. Mein Tipp auf den Hauptverdächtigen war ein völlig anderer, da der im Laufe des Romans immer mal – scheinbar unauffällig – hier und da erwähnt wurde.

… und ich wünsche ihr ganz einfach, dass sie mal irgendwann etwas Ruhe in ihre Männergeschichten reinbekommt.

 

Ich fürchte ja etwas, dass Feder & Schwert die Reihe schon aufgegeben haben – also los! Kauft Band 3 in Massen, damit ich erfahre, welcher der Liebeskandidaten das Rennen macht. Dabei fällt mir gerade auf, dass der Titel von Band 4 „Arsenic and old Paint“ echt fies zu übersetzen ist, denn die Anspielung auf „Arsen und Spitzenhäubchen“ wird verloren gehen, wenn da nicht jemand eine zündende Idee hat.

wolfsjagd
Und noch mehr Infernal Teddy. Seine Rezi zu Wolfsjagd – Die dunklen Fälle des Harry Dresden Band 2 von Jim Butcher für die Aktion Abenteuer wollte ich euch ebenfalls nicht vorenthalten. Danke für das Lob für unsere Übersetzer!

Vor kurzem haben wir uns an dieser Stelle über den ersten der Dunklen Fälle des Harry Dresden unterhalten, Sturmnacht, der vor kurzem beim Mannheimer Verlag Feder & Schwert erschienen ist. Der heutige Fall, Wolfsjagd, ist ein wenig anders – keine explodierenden Herzen, keine geheimnisvollen Mördermagier, dafür… aber dazu kommen wir gleich.

Was die Optik und die Haptik des Buches angeht, nun, dazu haben wir eigentlich letztes mal alles schon gesagt was es zu sagen gibt, machen wir uns also über den Inhalt her.

Harry Dresden, Chicagos einziger Zauberer im Telefonbuch, hat seid den Ereignissen in Sturmnacht nichts mehr von Lieutenant Karrin Murphy gehört, seinem Kontakt bei der Spezialeinheit der Polizei. Als sie nach Monaten also plötzlich bei ihm auftaucht und ihn ohne Erklärung einsammelt ist klar das etwas wirklich merkwürdiges im Busch. Tatsächlich hat es eine Reihe von äußerst merkwürdigen und brutalen Morden gegeben, die immer wieder in Vollmondnächten verübt worden sind. Das merkwürdige daran sind die Verletzungen die den Opfern zugefügt werden – sie wirken wie Wolfsbisse, aber auch ein wenig wie Menschenbisse. Das FBI ist der Meinung, es handle sich um einen bizarren Serientäter der versucht mit einem Wolfsgebiss von sich abzulenken, aber für Harry ist klar, es kann nur ein Werwolf sein – die Frage ist allerdings WAS für ein Werwolf, schließlich gibt es laut Bob (Einem Wissensgeist den Harry im Labor aufbewahrt) verschiedene Arten von Werwolf. Verkompliziert wird der Fall auch noch dadurch das Murphy von der Dienstaufsicht überprüft wird, und Harry nach den Ereignissen von Sturmnacht in Verdacht steht, für „Gentleman“ Johnny Marcone zu arbeiten – der als Geschäftspartner eines der Opfer in dem Fall verwickelt ist. Und als Harry klar wird das nicht ein Werwolf in Chicago haust, sondern eine ganze Reihe, das diese Werwölfe von verschiedenen Arten sind, und das die Agenten des FBI viel tiefer in der Geschichte drin stecken als er dachte ist es schon fast zu spät…

Fazit:
Wie schon der Vorgängerroman ist auch Wolfsjagd eine spannende Mischung aus urban Fantasy und Detektivroman, allerdings hat Jim Butcher im Vergleich zum Vorgänger hier nochmal die Action ein wenig aufgedreht. Nicht ganz so gut wie der Vorgänger ist auch dieser Roman dennoch auf jeden Fall empfehlenswert. Der einzige Wermutstropfen ist – wieder mal – die von Droemer Knaur unverändert übernommene Übersetzung, welche jegliches Sprachgefühl vermissen lässt. Wer nicht gewillt ist sich das englische Original zu besorgen kann hier trotzdem zugreifen, sollte sich aber vor Augen führen das die späteren Romane deutlich besser übersetzt sind – da Siezen sich keine alten Freund, und auch keine sich bekämpfenden Feinde.

Wolfsjagd

Ehrgeiz kennt keine Grenzen …

ImageDie Seite brettspiele-report.de, eigentlich (wie der Name schon sagt) eher anderen Spielformen zugetan, hat sich unseres Freihändler-Grundregelwerks angenommen. ich möcht euch nicht die gesamte, lange Besprechung zumuten – für Interessierte: Sie lässt sich hier nachlesen – aber doch das stolze Fazit mitteilen. Vielen Dank für die Blumen!

brettspiele-report Bewertung

Warhammer 40.000 Rollenspiel – Freihändler Grundregeln

Balancing:  19/20
Charaktererschaffung/-entwicklung:  19/20
Einstiegsabenteuer:  17/20
Flair:  20/20
Hintergrundinformationen:  18/20
Illustrationen:  20/20
Papierqualität:  20/20
Regeln:  18/20
Preis/Leistungsverhältnis:  19/20
Bewertung:  19/20

Meinung brettspiele-report:

Freihändler reiht sich nahtlos in die hochqualitative Riege der Warhammer-Rollenspiele aus dem Hause Fantasy Flight Games ein. Wobei auch ein großes Kompliment an Feder und Schwert geht, die wieder einmal eine sehr gute Übersetzung abgeliefert haben. Freihändler kommt ohne große Errata aus, man hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und in der Zwischenzeit sicherlich auch einiges an Erfahrung gesammelt.

Die Regelmechanik ist grundsolide und basiert auf einem leicht nachvollziehbaren W100-System, wenn auch die Rechnerei gerade zu Beginn etwas abschreckend sein kann. Mit etwas Übung hat man aber die am häufigsten benutzten Regeln schnell im Kopf abgespeichert. Sofern der Spielleiter sich helfen lässt, können die Spieler durch eigenes Wissen, die möglichen Wissenslücken auffüllen. Gerade bei der Vielzahl an Talenten, Ausrüstung und Psikräften kann man alleine schon schnell ins Schleudern kommen. Insgesamt ist das System aber durchaus ausgewogen, gut gelungen sind die Verbesserungen gegenüber den Schattenjäger Regelwerk, dabei hebe ich gerne die positive Entwicklung der Psikräfte hervor. Sehr schön ist auch die mögliche Konvertierung der Charaktere aus dem Schattenjägeruniversum in die Welt von Freihändler – vorbildlich.

Die Illustration und allgemeine Qualität des Buchs sind erneut grandios. Hardcover, komplett farbig und auf Hochglanzpapier gedruckt, da schlägt das Rollenspielerherz höher. Am Preis hat sich gegenüber dem Schattenjägerregelwerk nicht viel getan. Die 49,95 EUR sind das Büchlein allemal wert.