Mehr Eis, mehr Dampf

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Demnächst bei Lovelybooks: Eine Leserunde zu Eis & Dampf mit allerlei Autorengezücht der Anthologie (sicher aber mit Christian Vogt, dem Herausgeber und Mit-Autor, und yours truly, Lektor des Projekts). Wer noch alles mit an Bord geht, wann es losgeht und wie ihr mitmachen könnt: Demnächst erfahrt ihr es hier.

Stay tuned.

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Der Knochenhexer: Rezi

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Eva Bergschneider hat sich mit dem ersten IAIT-Krimi in unserem Hause befasst. Ihr Fazit lautet:

„Der Knochenhexer“ ist vielleicht der beste Fantasy-Krimi der IAIT -Reihe, auch wenn eines der Erkennungsmerkmale der Reihe zu kurz kommt. Schön ist, dass die Protagonisten ein wenig von den gewohnten Pfaden abweichen und  trotzdem an gewohnten Qualitäten festhalten.  In der deutschen Fantasy findet sich (zu) wenig, was ebenso witzig, wie spannend geschrieben ist und zudem mit einem ausgefeilten Plot  überzeugt.  Die  Fans von Meister Hippolit und Jorge, dem Troll wünschen sich, dass  Jens Schumacher und Jens Lossau noch etliche Bände um das ungewöhnliche Ermittler-Duo schreiben mögen.

Die komplette Rezi findet ihr hier.

Rede an die Nichtgutmenschen

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Weil ich die Welt und allerlei Gemensche darin grad ziemlich zum Kotzen finde, hier quasi unkommentiert ein Text des von mir seit 30 Jahren sehr geschätzten Konstantin Wecker.

lieber mitmensch
der du so gerne gewisse menschen verächtlich oder auch wütend als gutmenschen zu entwürdigen versuchst
ich hätte da eine frage:
was stört dich denn nun so am gut-sein-wollen mancher deiner artgenossen?
dass er sich sorgt um sich und seine lieben
in einer gesellschaft, die, ungeübt im miteinander, das gegeneinander zum fetisch erhebt,
in einer gesellschaft, die statt fürsorge konkurrenz aufs banner geschrieben hat,
statt mitgefühl gleichgültigkeit
was stört dich so an jemandem, der sich nicht damit abfinden will
dass die meisten wohlhabenden oft nur noch verachtung übrig haben für die viel zu vielen armen,
verachtung statt mitgefühl
arroganz statt bescheidenheit

was stört dich daran, dass manche schlecht schlafen, weil sie wissen,dass ihre lebensweise mit schuld daran ist, wenn mehr als 25.000 kinder pro tag an hunger sterben.

und sie schlafen schlecht für sich allein und ohne deinen sicher wohlverdienten schlaf zu stören,
ja, lieber nichtgutmensch, warum verspottetst du jene, die lernen wollen ihr herz zu öffnen für alle, die „drunten sterben, wo die schweren ruder der schiffe streifen“, auch wenn sie „beim steuer droben wohnen und voglelflug kennen und die länder der sterne“
warum nur verachtest du alle, die sich stark machen für jene, die zu schwach sind um für sich zu sprechen
warum verachtest du die schwachen, lieber nichtgutmensch,
weil wir in einer gesellschaft der starken und kräftigen leben und weil nun mal die meisten die schwachen verachten,
weil sie es so gelernt haben als kinder
und es ihnen von starken und engstirnigen, verzweifelten und verschlossenen männern eingebläut wurde,

könnte es sein, lieber mit-und nichtgutmensch
dass es dich stört wenn nicht alle mitjohlen im jubilate über den freien markt, ein gesangsverein, der oft so burschenschaftlich daherkommt,
könnte es sein, dass dich manche eben doch verunsichern,
weil sie ihr herz nicht verschlossen haben und weiterhin versuchen mit ihm zu denken,
könnte es sein, dass diese gutmenschen, die, soviel ich weiß dir persönlich nie etwas angetan haben, dein heim nicht zerstört,
dein guthaben nicht geplündert, dein auto nicht zu schrott gefahren haben, dir dein bankkonto nie gekündigt haben,

könnte es sein, dass sie dir etwas wieder entdecken und aus der versenkung holen was du verbannt hast aus deinem sein und fühlen, könnte es sein, dass sie dich an etwas erinnern was du immer noch in dir trägst, aber schon lange zu entsorgen versucht hast, könnte es denn sein, werter nichtgutmensch (denn es käme mir nie in den sinn dich als schlechtmensch zu diffamieren) könnte es also sein, dass wegen dieser verdammten gutmenschen so was wie ein gewissen in dir wieder zum leben erwacht und du deshalb so verächtlich und respektlos bist?

und glaub mir, verehrter nichtgutmensch, egal ob sie etwas erreichen oder nicht,
ob sie die welt verändern oder mit ihr und an ihr zu grunde gehen, diese gutmenschen sind mir tausendmal lieber und wertvoller, liebenswerter und spannender, erotischer und witziger als all die karriereversessenen sich nichteinmischer, sich ausallemraushalter,  all diese überheblich lächelnden und ewig pubertierenden coolen, unlebendigen, farblosen und dumpfen drübersteher.
mögen sie noch so angeblich klug parlieren und schwadronieren – sie nehmen nicht wirklich teil am leben, sie sind nie mittendrinund deshalb aus allem raus.

und wirklich, du lieber nichtgutmensch, auch dich hätten wir gern auf unserer seite, der seite der meist erfolglosen,oft genug scheiternden, immer suchenden, gern staunenden und verzweifelt liebenden.
aber so du denn nicht zu uns stoßen willst, beschimpf uns ruhig weiter.
wir sinds gewöhnt
und dir scheint es ja auch gut zu tun.

Memiana

wingortSeit November begleitet mich ein Thema, genauer gesagt ein Bücherzyklus – und auf der Leipziger Buchmesse ist diese gemeinsame Reise erst einmal zu Ende gegangen. Höchste Zeit, hier davon zu berichten.

Memiana ist eine phantastische Welt aus der Feder von Matthias Herbert. Herbert, 1960 geboren, ernährt sich und andere nach einer sehr wechselvollen Karriere, bei der er zwischen Polizist und Buchclubwerber einiges ausprobiert hat, seit mehr als 25 Jahren vom Schreiben. Er ist einer der produktivsten lebenden deutschen Drehbuchautoren (mehr als 300 Drehbücher) hauptsächlich im Bereich von Mord & Totschlag und unter anderem Erfinder von „Alarm für Cobra 11“. Seine eigentliche Liebe gilt aber komplexer Fantasy.

Mit Memiana hat er nun seine eigene Welt geschaffen. Memiana ist eine Welt aus Stein, in der es nie dunkel wird. Im Gelblicht zieht die Sonne über den Himmel und im Graulicht, wenn alle Farben verblassen, werfen die Monde Polos und Nira ihren fahlen Schein auf bizarre Felslandschaften.
Alles Leben auf Memiana spielt sich in der Nähe des Pfades ab, einer Schlucht, die sich um die Welt windet.
Zwei riesige, völlig unterschiedliche Tierherden, die die Grundlage allen Lebens sind, ziehen auf dem Pfad entlang und umrunden Memiana immer wieder. Die grün schimmernden Phyle trinken nur und fressen nicht. Sie ernähren sich von Licht, das die Mahle über ihre zottige, dunkle Haut aufnehmen, während die Fooge ihre flügelartigen Häute bei Salas Erscheinen aufspannen.
Man erzählt Geschichten von einer Zeit, als es Phyle gab, die nicht wanderten, weil sie ihre Füße tief in die Erde gegraben hatten. Die Imos gab es in vielen verschiedenen Formen, Größen und Farben. Aber kein Mensch hat je so etwas in der kargen Felslandschaft Memianas gesehen.
Neben den Phylen gibt es die Reißer, die frische Beute schlagen, und die Aaser, die sich von dem ernähren, was übrig bleibt. Die kleinen Panzertiere, die Schader, nehmen den letzten Rest.
Es bleibt nie etwas übrig auf Memiana.
Nie.

Matthias Herbert beschreibt diese Welt in nicht weniger als 14 Bänden, deren erster, Ewige Wacht, seit einer guten Woche erhältlich ist. Das Besondere daran ist, dass er auf einen Verlag verzichtet hat und das Epos als Self Publisher ausschließlich im E-Book-Format publiziert.

Zusammen mit unseren Freunden und Kollegen von vm people aus Berlin hat die Mindguerilla Matthias Herberts Erstlings-Release mit einer ARG-ähnlichen Experience, den Memoria Memiana, begleitet, was uns eine große Ehre war. Die Spuren davon findet ihr überall im Netz.

Schaut doch  mal rein … es lohnt sich.

Krimfrühling

history1Der russische Bär
Reagiert auf Kalter-Krieg-Gerede
Und Kalter-Krieg-Getue
Mit Kalter-Krieg-Gerede
Und Kalter-Krieg-Getue
Verwunderlich eigentlich.
 
Nachdem er den Kontenkrieg gewonnen hat:
Kitzbühel Davos Baden-Baden: zweisprachige Exklaven allesamt –
Träumt er den alten feuchten Traum
Von eisfreien Häfen.
 
Mit wirtschaftlichen Interessen
Versichern alle
Habe all das nichts zu tun.
 
Auch wenn zu beiden Seiten der menschengemachten Grenze
Menschen wohnen
Die dieselbe Sprache sprechen:
Anschluss ist nicht gleich Anschluss
Sagt der Westen
Und Wiedervereinigung nicht gleich Wiedervereinigung.
Das stimmt:
Wir haben vorher noch ein Gesetz gemacht.
Völkerrecht-Feigenblatt.
 
History will teach uns nothing
Singt Sting
Der früher mal Punk war
Und tritt bei Diktatorentöchtergeburtstagen auf
Tarnt es aber als UNESCO-Mission
Anagramm-Feigenblatt.
 
Ein ukrainischer Widerstandsführer
Ja genau der
Der immer neben dem Boxer stand
Lässt sich nach dem Sieg der Demokratiebewegung
Auf dem Maidan beim Hitlergruß ablichten
 
Eine der Parteien die in der Ukraine für Demokratie stritten
Ist nämlich eine Schwester der NPD
Die wir hierzulande so gerne verböten
 
Auf der Krim
Wurde schon mein Großvater verwundet.
History
Will teach uns nothing.

A Dead Lord’s Game

finnAm Wochenende habe ich mit meiner „Familie“, den Reynards (danke an Julia, Sabine, Phil, Isabelle, Andreas, Friedsch und Dominik!) den Game of Thrones-Con dieses Namens besucht. Endlich mal wieder SC … und es war gut so.

Eine traumhafte Location, die Ehrenburg nahe Koblenz, eine hochmotivierte SL (Applaus geht raus an Rainer und Armin) und eine durchweg aus netten Menschen mit hohem Spiel-Trieb und wenig Offplayblasenschwäche bestehende Spielerschaft machten das Wochenende zu einem echten Erlebnis. Dazu kamen klasse neue Leute (fetter Gruß an dieser Stelle an die Familie Bolton, to name just some …!) sowie ein unverhofftes, aber umso erfreulicheres Wiedersehen nach Jahren (nicht wahr, Hagen?)

Es gab ein paar kleinere Stellen zum Augenbrauenheben und wieder mal meine alten grundsätzlichen Anfragen zum Kampagnen-Spiel, aber beides ist Nörgeln auch echt hohem Niveau und tut meiner Begeisterung keinerlei Abbruch.
Auch wenn innerhalb der Familie Konflikte vorprogrammiert waren (sowohl inplay als auch in Teilen, was die Spiel-Art anging), haben wir unser neu erschaffenes Haus voller Enthusiasmus bespielt … und wer weiß, was die Zukunft bringen mag. Vielleicht brechen wir ja nochmal aus Redwood Castle auf.

Danke euch allen, euer Finn „Graufuchs“ Reynard (alias  Oliver …)

Lesung mit Musik

bild1366Am Donnerstag, den 20.03.2014 um 19:30 Uhr lese ich in der Verlagsbuchhandlung Waldkirch, Hauptstr. 69a, 68259 Mannheim, aus meinem aktuellen Kriminalroman MimenMord. Der Ermittelnde, Leo Lessing, ist ein echter Gourmet und hält sich gerne an so „ genussreichen“ Orten wie dem Marly oder der Axt in Neckarau auf.

Und wenn ich gerade nicht lese, mache ich Musik: Zusammen mit Martin Häffner, der mich auf der Gitarre begleitet, spiele ich in den Pausen akustische Rock-Cover.

Im Vorverkauf kostet der Spaß 8 Euro, an der Abendkasse 10. Sehen wir uns?