Things you do for money …

lucy… und aus alter Freundschaft. Andere Entschuldigungen gibt es nicht für meinen Ausflug in ein ganz neues Literaturgenre, nämlich den Liebesroman.

Meine alte Kollegin und Freundin Birte Lilienthal übersetzt nämlich eine Pentalogie von Lucy Kevin, was wiederum das Pseudonym einer sehr bekannten US-Autorin ist (s. Bild links – na, wer weiß es?), mit dem schönen Titel Four Weddings and a Fiasco, zu Deutsch naheliegenderweise Vier Hochzeiten und ein Fiasko. Ich habe die Ehre eines „LektoKorrektorats“.

Also, wenn es jemanden nach leichter Herzschmerzlektüre dürstet – nur zu.

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Ætherher(t)z

image ätherIch habe derzeit das Vergnügen, einen sehr, sehr unterhaltsamen Steampunk-Roman zu lesen, Anja Bagus‘ Ætherher(t)z. Es handelt sich dabei um den ersten Band einer Trilogie um die Baden-Badener Biologin und Hobbydetektivin Annabelle Rosenherz, die im frühen 20. Jh. angesiedelt ist.

Und das Schönste: F&S steht in Verhandlungen mit Anja um die Wiederveröffentlichung des im Selbstverlag erschienenen ersten Bandes und die Bände 2 & 3. We’ll keep you posted!

Wut & Zärtlichkeit

Die Veranstaltungsreihe, die das Konstantin-Wecker-Konzert am Samstag hier im Luisenpark eröffnete, heißt „Seebühnenzauber“ – und besser kann man das Konzerterlebnis nicht mit einem Wort umreißen.

Wir hatten die Karten zum Konzert bei einem Preisausschreiben der GEMA gewonnen, aber das tat der Freude keinen Abbruch.

Ab mittags hatte es in Ludwigshafen drüben gebrannt. Eine apokalyptische schwarze Rauchwolke hatte den Kurpfalzhimmel beherrscht. Aber davon merkte man beim Wecker-Publikum, das in Bier-, Sekt- und Hugo-Laune war, wenig.

Ich hatte Konstantin Wecker, dessen Konzerte früher Pflichtprogramm für mich waren, lange nicht gesehen. Das letzte Livekonzert liegt im letzten Jahrtausend. Inzwischen ist er ein 66 Jahre alter Silberrücken. „Wecker? Lebt der noch?“, hatte der liebe Oli Graute im Vorfeld überrascht gefragt.

Wecker selbst war beißend direkt und witzig, zart und ausdrucksstark und natürlich wie immer ein Virtuose am Flügel. Vor allem aber auch Weckers Band ist Extraklasse an diesem Abend. Das Trio, das da neben dem Meister agiert, besteht aus Jo Barnikel (Keys, Flügelhorn, Percussion), dem musikalischen Leiter der Tour, Jens Fischer-Rodrian, der auf der Live-Doppel-CD zur Tour nur schlicht „Fischer“ heißt und sonst diesen Job bei der weltberühmten Blue Man Group versieht (Gitarren, Percussion, Schlagwerk) und Nils Tuxen (Pedal-Steel-Gitarre, Gitarren, Bass, E-Sitar, Mundharmonika, Gesang).

Barnikel ist seit 1993 musikalischer Begleiter von Konstantin Wecker, und die beiden harmonieren blind. Beide spielen ihr Instrument, als hätte Wecker es geschafft, an zwei Flügeln gleichzeitig zu agieren. Wecker nennt ihn seinen „musikalischen Lebensgefährten“, und so atemberaubend gut klingen die zwei auch zusammen. Überhaupt kleidet das Trio alte wie neue Stücke in musikalische Gewänder, die neben Nostalgie und Freude an den mir noch unbekannten Stücken vor allem Spaß an dieser virtuosen Musikalität aufkommen lässt.

Drei Stunden inklusive Pause spielen Konstantin Wecker und Band neue und alte Stücke.

In die Zugabe kommt störend der Regen. Aber die vier lassen sich nicht stören, decken die Instrumente ab, spielen weiter. „Wenn der Sommer nicht mehr weit ist.“ Wecker geht im Publikum spazieren. „Questa nuova realtà“.

Aufrufe zur Empörung stehen gleichberechtigt neben dem großen Werk „Weltenbrand“, Rilke-inspiriert, und Anti-Merkel-Couplets.

Die weiteren Konzerte des Sommers dürften es schwer bei mir haben.

Comeback der Blumenkinder?

Ich bin zwar noch nicht sicher, ob wir uns wirklich demnächst vor Batikhemden, ungezähmtem Haupthaar, Grasgeruch und Blumen in der Frisur in den Städten wirklich nicht mehr werden retten können (wär mal ne nette Abwechlung von all den Hipster-Dutten, Stofftaschen, die irrtümlich als Jutetaschen bezeichnet werden und Pseudo-Intellektuellenbrillen), aber jedenfalls wollte ich euch dieses nette Video, auf das ich im Rahmen meiner unermüdlichen Suche nach deutscher Wortgesangskunst stieß, nicht vorenthalten.

Ach ja: Cäthe, über die ich jüngst hier schrieb, hat den Fred-Jary-Preis 2013 als beste deutsche Texterin erhalten. Zu Recht. Gratz.

So und nun ohne Umschweife, hier ist  Maike Rosa Vogel mit Ich bin ein Hippie.

Feder&Schwert und Uhrwerk geben ENGEL-Kooperation bekannt

ImageNun ist es offiziell: Engel, das Erzählspiel um die Sendboten des Herrn und die Angelitische Kirche, ist seit dem 1. Juni auch im Vertrieb des Uhrwerk-Verlags, Köln, verfügbar. Parallel dazu erwarb der Uhrwerk-Verlag die Rechte, vergriffene Quellenbände zu Engel wieder aufzulegen.

Damit wird die komplette Engel-Rollenspiellinie demnächst wieder in der Druckversion erhältlich sein. Die Bücher werden außerdem durch das Engagement des Uhrwerk-Verlags auch auf allen wichtigen deutschsprachigen Conventions zum Erwerb und Testspielen verfügbar sein.

Auch die Vorbestellung aller Engel-Titel im Uhrwerk-Onlineshop (http://www.uhrwerk-verlag.de/?page_id=980) ist demnächst möglich.

Engel ist eines der faszinierendsten originär deutschen Rollenspiele“, sagt Patric Götz, Inhaber des Uhrwerk-Verlags. „Wir haben bereits auf der RPC in Köln zahlreiches tolles Feedback von Spielern zu dieser Kooperation erhalten, und wir hoffen, neuen und alten Engel-Spielern damit gleichermaßen eine Freude zu machen.“

Wir freuen uns, mit dem Uhrwerk-Verlag einen Partner gefunden zu haben, der unser Spieluniversum zu schätzen weiß und bestens in der Rollenspielszene vernetzt ist.

Als erster Titel der Kooperation wird im Juli das Ordensbuch: Michaeliten erscheinen.

„Die zerbrochene Puppe“ für Deutschen Phantastik Preis nominiert

Deutscher Phantastik PreisNoch bis zum 28.07.2013 können Leser über die in der Vorrunde nominierten Romane des Deutschen Phantastik Preises (DPP) abstimmen. Unser Steampunk-Roman von Judith und Christian Vogt, Die zerbrochene Puppe, ist unter den besten 5 Romanen in der Kategorie Bestes Buch vertreten und könnte den Preis in diesem Jahr für sich entscheiden. Mit eurer Hilfe natürlich!

Wenn ihr uns unterstützen wollen, könnt ihr hier euren Bestätigungscode beantragen, diesen dann ebendort eintragen und fleißig voten. In  der Kategorie Bestes Buch natürlich für die Zerbrochene Puppe und bei den Sekundärwerken am besten für Steampunk: Kurz und Geek der Kollegen Jahnke & Rauchfuß. So können wir den Preis in diesem Jahr für uns entscheiden und eine Lanze für den Steampunk brechen. Ran an die Rechner – jede Stimme zählt! Bitte fleißig voten & teilen!

Eins in die Fresse, mein Herzblatt

Meine folgende Besprechung erscheint heute gleichlautend auch unter der Rubrik „Alte Meisterwerke – frisch entstaubt“ auf Ein Achtel Lorbeerblatt (Link s. rechts).

Fresse_WBZu Beginn an herrscht eine eigenartige, gespannte Stille auf Eins in die Fresse, mein Herzblatt, einem ursprünglich als Live-Doppel-LP mit ausführlichem Booklet erschienenem Konzertmitschnitt des aus der DDR ausgebürgerten Liedermachers im Audimax der FU Berlin vom 25. Mai 1980.

Im Oktober steht eine Bundestagswahl an, die zu beeinflussen er sich auf Deutschlandtournee gemacht hat. Hautnaher kann man den 1936 geborenen Biermann sicher kaum erleben. Spannender ist allenfalls noch das Kölner Konzert. Der Titel der Tournee lautete „Es grünt so grün“, und entsprechend dreht sich vieles um diese anstehende Wahl, das Kanzlerkandidatenpaar Schmidt und Strauß und das damals im Parteienspektrum noch neue Phänomen der Grünen. So spottet er in der Anmoderation zu seiner berühmten Ermutigung, er habe ja, als er das Lied in der DDR schrieb, nicht ahnen können, dass es sich (wohl wegen der Zeilen „Das Grün bricht aus den Zweigen/Wir wollen es allen zeigen/Dann wissen sie Bescheid“) mal „so schön zweckentfremden lassen würde als grüne Hymne“. Aber: „Wir teilen uns das Lied jetzt einfach: Ich sing’s auch noch.“

Dieser leicht illusionslose, dabei aber zugleich lakonische und bissige Tonfall – und Biermann redet viel mit seinem Publikum, reagiert und improvisiert – bestimmt den gesamten Doppeltonträger. Schon wenn er beim Einstieg, dem Gedicht Der Herbst hat seinen Herbst auf ein Kinderlachen aus dem Publikum hin die Juxtaposition der Worte „sanft und „frisst“ ausführlich rechtfertigt wird deutlich, dass Biermann am besten im (selbst-)ironischen Dialog mit seinen ZuhörerInnen ist. Und dann zeigt er sich von all seinen Seiten, als Poet und Hetzer, Barde und Bühnenkünstler – und als sehr guter Musiker. So entstehen grelle und leise Töne, da ist Platz für Lyrik, Lieder von extremer Intensität und Worte von mitreißender Energie. Neben aktuellen Bezügen blitzt immer wieder Biermanns Biografie auf: Biermanns Vater, Kommunist und Jude, wurde 1943 in Auschwitz ermordet, und die gesamte zweite Hälfte der ersten Platte setzt sich mit Titeln wie Gemütlicher Faschismus und Hausrecht in Dachau mit dem Neofaschismus in Deutschland auseinander.

Der zweite Tonträger eröffnet mit Gesamtdeutscher Strauß eine sich über mehrere Titel hinziehende Auseinandersetzung mit dem Bayern. Strauß ist das Feindbild des Abends, Biermann karikiert seine körperlichen Merkmale: die „feiste Fratze“, den „Nackenspeck, von kaltem und heißem Schweiß bedeckt“ und wünscht ihm den Tod: „Ja, und wenn überhaupt noch ein Starfighter runter stürzen muss, dann soll es, dann soll es der Dicke sein.“ Da spricht blinde, auf Tötung des (politischen) Gegners abzielende Verbitterung, und da wird Biermann auch dem wohlmeinenden Hörer kurz fremd.

Ein wichtiges Gegengewicht ist da eins der wundervollsten Biermann-Lieder: das Totenlied auf Rudi Dutschke, seinen politischen Weggefährten, ein brennender Schmerzensruf im Rahmen einer edlen Komposition, die manchmal nur ein Klopfen auf dem Korpus der Gitarre ist und am Ende mit ein paar zarten Klängen vergeht – ein Nekrolog in Musik.

Der Titel der Platte stammt ebenfalls aus einem Moderationstext; ehe Biermann seine Variante des bekannten Liedes Trotz alledem, das auch Hannes Wader schon mehrfach neu betextete, singt, erklärt er, er nutze im Gegensatz zu anderen deutschen Liedermachern die Originalmelodie, zu der Robert Burns den Urtext schrieb: Lady McIntosh’s Reel. Die unterscheidet sich zwar nur in einem Ton, „klingt aber mehr so nach ‚Eins in die Fresse, mein Herzblatt‘“. Natürlich gibt’s auf dem Weg zu diesem furiosen Schlusslied auch „Hits“ wie die schon erwähnte Ermutigung oder Soldat, Soldat.

Es liegt ein zwölfseitiges Booklet mit allen Songtexten und Zeichnungen Biermanns bei.

Mehr unter: www.wolf-biermann.de

Alte Eidgenossen und junge Schweizer: Manuel Stahlberger – Innerorts

Klingt extrem spannend, finde ich.

Ein Achtel Lorbeerblatt

Melancholischer Satiriker mit kühlem Sound und Salzburger Stier im Gepäck

ManuelGnos

Foto:ManuelGnos@MühleHunziken2011

von Markus Heiniger

Auf dem „Lorbeerblatt“ über Manuel Stahlberger zu sprechen, ohne seine in St.Galler-Dialekt gesungenen Texte zu verstehen, ist, um hier gerade zu Beginn einen Vergleich zu wagen, wie über die Chaostheorie zu diskutieren, ohne je mit Schmetterlingen in Kontakt gekommen zu sein. Ich erlaube es mir hier (unten) deshalb kurzerhand, zwei seiner Songs zu Deutscher Prosa zu machen, so, wie es „Stiller Has“ in seinem Booklet ja auch tut. Das ist zwar ein wenig, um bei gewagten Vergleichen zu bleiben, als presse man eine Skulptur auf ein Blatt Papier. Aber ein mit Sorgfalt flachgepresster Rodin unterscheidet sich ja allemal noch ganz gut von der Silhouette eines Giacometti und diese sich wiederum vom Schattenriss einer Mickey Mouse und so weiter. – Wobei uns bei Stahlberger vielleicht eher der Maler Francis Bacon in den Sinn kommt als Giacometti. Oder…

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… almost unplugged …

unpluggedHeute mal bisschen Werbung in eigener Sache.

Aaaaalso: Am Samstag, 15. 6., ist hier in Mannheim-Käfertal Parkfest im Stempelpark. Das ist ein nettes Multi-Kulti-Fest, Nachfolger des Straßenfestes.

Und da mache ich so gegen 20.45 eine gute Stunde Musik, umsonst & draußen. Mitten auf der Wiese. Aber natürlich nicht allein, sondern zusammen mit meinen kampferprobten Wednesday-Afternoon-Love-Affair-Mitstreitern Martin Häffner (Gitarren) und Gerd Nemet (Schlagwerk) sowie Ausnahme-Keyboarder Simon Eyerdam.

Also, ihr alle, die ihr in erreichbarer Nähe wohnt: Kommt vorbei, holt euch ein Bier oder ein Glas Wein, genießt mit uns ne laue Sommernacht und Musik!

Wir seh’n uns.

Vorab gehört: Cäthe, „Verschollenes Tier“

cätheZuerst eine Exkursion in die Vergangenheit: 2011 machte Cäthe mit ihrem Debütalbum Ich muss gar nichts klar, dass da ab sofort aus Hamburg eine klare, eigenständige Stimme erklingt, die deutsche Texte aus Frauenmund fernab jeder Klischees singt. Es nahm Herzen und Hirne ihrer Zuhörer im Sturm. Leicht schrullig, bestimmt nicht massenkompatibel, aber mit hohem Unterhaltungswert, an der Front eine der besten Rockvokalistinnen, die Deutschland zu bieten hat. Da können sich all die Silbermonde und Julis – nein, keine Scheibe abschneiden, denn sie spielen nicht mal im selben Stadion. Und alldem merkte man an, dass es nicht aus Kalkül geschah. Nun erscheint am 14. Juni der eigentliche Prüfstein für einen „neuen“ Künstler: Das verflixte zweite Album.

Um es vorwegzunehmen: Verschollenes Tier ist noch besser. Den Einstieg bildet Hoch oben nach dem Sturm, ein Track, der schon mal vorgibt, was die Platte bestimmt: perkussive Rhythmik, Drums, mal verhallt und geloopt, mal knallig, aber immer prägnant. Cäthe und ihre Musiker sind Rhythmus-Tiere. Weiter geht‘s mit Geister, einem Song, der ein Aufruf zur zwischenmenschlichen Solidarität ist und – auch wenn das ein großes Wort ist – einer der authentischsten Songs, die ich in letzter Zeit gehört habe. „Ich verjag‘ alle traurigen Geister/Oh du siehst schwimmende Sterne“: Manchmal ist es genau so einfach. Bemerkenswert auch der Titeltrack: Da geht es vordergründig um Kindheitserinnerungen, aber eben auch um das Tier, das Instinktive, das sich im Alltag in seinen Bau tief in uns verbirgt, das die Hamburgerin beim Musikmachen aber herauslockt, herauslässt, das freien Lauf bekommt – und wenn Cäthe gurrt, schreit, säuselt, singt, den Dreck und den Rotz ebenso in ihrem Gesang transportiert wie das ganz große Gefühl, dann bekommt das verschollene Tier eine ganz eigene Stimme. „Für Minuten ein verschollenes Tier/ich gehöre mir.“ Gekrönt wird Verschollenes Tier von einer Schlussnummer, die entspannt in den Olymp der schönsten Pop-Liebeslieder stürmt: Mein Herz mit dir bin ich frei. Liebesgeständnisse in Cäthe-Speak klingen so: „Hey du verdammter Freak/Weißt du eigentlich dass da nichts zwischen uns steht“. Das ist sperrig und fernab alles Schnulzigen – und gut.

Verschollenes Tier ist durchweg außergewöhnlich. Cäthe macht alles selbst, auch das Artwork in Booklet und CD-Hülle, quasi ein Scribble-Tagebuch der beiden Jahre, über die sie in ihren Texten reflektiert. Die Dynamik von Ich muss gar nichts ist geblieben, genau wie die Echtheit. Nebenher ist Verschollenes Tier auch noch ein Lehrstück für viele leichtgewichtigere KollegInnen: Wenn schon die eigene Beziehungsarbeit in Songs gießen, dann bitte wie in Tabula Rasa und nicht mit abgedroschenen Traum/Baum/Schaum-Reimen. „Manchmal begegnet man einem Menschen, spürt eine starke Anziehungskraft und muss sich trotzdem irgendwann eingestehen, dass man an unterschiedlichen Punkten im Leben steht. Man schenkt einander Mut und Hoffnung – aber dann reichen sie nur aus, um den anderen so zu sehen, wie er sich selbst nicht sieht“, sagt Käthe selbst dazu. Fernab von Phrasen erzählt sie die Geschichte dazu, und man weiß sofort, wovon das Lied redet. Überhaupt, die Lyrics. Das ist nichts für Einmalhinhörer, und wer meint, Liedermaching ginge maximal mit sechssaitiger Akustikklampfe, der wird hier schlecht bedient. Aber hätten wir mehr TexterInnen wie die Hamburgerin, man müsste nicht bang sein um die Attraktivität deutschsprachigen Liedgutes.

„Alles wird gut, hey warte auf mich/warte auf dein Alien“, sagt Cäthe in Alien. Hoffentlich lässt sie uns auf die nächste Platte nicht zu lange warten.