Fantastischer Tag

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Am kommenden Dienstag, den 1. Juli, sollten alle Fantasybegeisterten sich abends an die TU Dortmund begeben.

Dort im IBZ, Emil-Figge-Str. 59, 44227 Dortmund, findet im Rahmen des Fantasy Days, mit dem unser aller Lieblingsgenre endlich akademische Weihen bekommen soll, ein buntes Abendprogramm statt, das für jedermann/-frau kostenlos zu besuchen ist.

Und so sieht es aus:

17:30 Einlass
18:30 Beginn des Abendprogramms

  • Begrüßung: Prof. Dr. Gerold Sedlmayr (British Cultural Studies, TU Dortmund)
  • LESUNG: MARKUS HEITZ, DIE LEGENDEN DER ALBAE – TOBENDER STURM
  • Podiumsdiskussion: „Fantasy: Trash oder (Hoch-)Kultur?“

Mit

  • Markus Heitz
  • Thomas „Ömel“ Römer (langjähriger Chefredakteur Das Schwarze Auge, jetzt Splittermond)
  • Prof. Dr. Gerold Sedlmayr (Kulturwissenschaftler, TU Dortmund)
  • … und meiner Wenigkeit.

Das Programm endet gegen 21 Uhr, schon ab 17:30 Uhr besteht die Möglichkeit, eine große LARP-Fotoausstellung zu besuchen, die unter anderem Bilder aus RABENNÄCHTE enthält. Ebenfalls ab 17:30 Uhr sowie in den Pausen zwischen den einzelnen Programmpunkten sorgen ein Grill- und ein Getränkestand für das leibliche Wohl.

Wie sehen uns!

Informationen zum Tagesprogramm am Fantasy Day finden diejenigen unter meinen geneigten Lesern mit Tagesfreizeit hier: http://tinyurl.com/fantasyday

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Überrasch mich … aber überrasch mich nicht …

Sicher, Kolleginnen & Kollegen, der Hobbit kommt in die Kinos. Aber das muss doch nun wirklich nicht sein … die Herbstvorschauen der einschlägigen Anbieter quellen über vor Recycling alter Titel, ja sogar ein „Begleitbuch“ aus berufener Feder wird es geben – dabei existiert das einzige Buch, das man zu diesem Film braucht, schon lange; es heißt Der kleine Hobbit und ist von einem gewissen J. R. R. Tolkien, von dem ja der eine oder die andere sicher schon mal gehört hat (genau, das ist der, der die Drehbuchvorlagen für diese drei Blockbuster neulich geschrieben hat …)

Doch damit nicht genug. Als gelte es, den Unsinn der Völker- oder, wie ein lieber, viel gelesener Kollege  sie so treffend nennt, Trash-Fantasy auf die Spitze zu treiben, lockt Heyne uns mit dem sogenannten „Spitzentitel“ Orks vs. Zwerge. Was zuerst anmutet wie eine Partie US-Basketball (vgl. „Mavericks vs. Lakers“ usf.), ist in Wirklichkeit ein sogenannter „Mash-Up“: Dieser Roman behandelt nicht nur ein, sondern gleich zwei Standardvölker des Fantasy-Genres, aufbereitet in kriegerischer Façon.

Man muss gar nicht glossieren, zitieren reicht völlig:

Millionen Leser können nicht irren: Orks und Zwerge sind Tolkiens erfolgreichste Völker. Ein jahrtausendealter Hass … eine gewaltige Schlacht … ein einzigartiges Epos!

Mit anderen Worten und übersetzt für Fantasy-Freunde: Uraltbekanntes nach Marketinggesichtspunkten im neuen Gewand, und dann nicht mal ein ordentlicher Titel, der dem Sujet und dem Genre gerecht wird.

Dass das Umschlagbild zwei Waffen in „Großaufnahme“ zeigt, versteht sich von selbst.

Ich muss weg … Zeit für Palm vs. Face.

Die alte Leier: Das Börsenblatt und Fantasy

Der eine oder die andere mag die Diskussion u. a. auf FaceBook darüber verfolgt haben, wie das Börsenblatt Online letzten Monat ein weiteres Jahr mit Ahnungslosigkeit im Bereich Phantastik glänzte. Hier nun die aktualisierte Liste der deutschen Fantasy-Verlage, in der Feder&Schwert mehr als der lapidare Satz „hat Phantastik im Programm“ zugestanden wird.

 

Noch einmal verwiesen sei auch auf Stefan Holzhauers herrliche Glosse „Hat Phantastik im Programm“ zu diesem Thema – ich hätte es nicht schöner sagen können.