Mimenmord …

ntmlautet der Arbeitstitel meines nächsten Romanprojektes. Er ist am, im und im Umfeld des Nationaltheaters Mannheim angesiedelt und stellt meinen neuen Ermittler Leo Lessing vor. Allerdings wird auch Geza Wolf, die „Wölfin“ aus dem Facebook-Killer, einen kurzen Cameoauftritt haben.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

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Fünf Sterne von Bonzo …

Imagegab es für den Facebook-Killer auf Amazon. Kurz und bündig meinte der mir nicht näher bekannte Rezensent:

5.0 von 5 Sternen
5. August 2012
Von Bonzo
Der Facebook-Killer ist extrem spannend, fesselt von der ersten Seite und beschäftigt sich mit einer top-aktuellen Problematik. Der Killer beherrscht die „neuen Medien“ und nutzt Facebook, um passende Opfer zu finden. Auch nachdem die Person des Killers bekannt ist, bleibt das Buch bis zum Finale (und darüber hinaus) ein echter Page-Turner.
Ich habe das Buch in 2 Tagen durchgelesen und möchte es allen Thriller-Fans weiterempfehlen.
… dem ist nichts hinzuzufügen. Danke, Monsieur.

Open-Air-Benefiz-Krimi-Event im Großkraftwerk Mannheim

ImageAm Freitag, 20. Juli 2012 findet um 20:00 Uhr im Großkraftwerk Mannheim im Freien, aber überdacht ein Benefiz-Event am Originalschauplatz des Mannheim Krimis Kohlemord von Manfred Krämer statt.

Krämer, der LKW-fahrende Krimiautor, stellt dabei direkt neben der Kohlehalde seinen neuesten Krimi dem staunenden Publikum vor. Das Großkraftwerk und der Verlag Waldkirch haben keine Kosten und Mühen gescheut und jede Menge Überraschungen in die Lesung eingebaut.

Es warten also Spannung vom Feinsten mit Kohlebergen im Hintergrund, Blick auf den Rhein und vorn die beeindruckende Kulisse der Hochspannungsleitungen und Dampfröhren, dazwischen der quirlige Autor, der seine Figuren gerne auch mundartlich zum Leben erweckt und aus seinen Lesungen ein Schauspiel macht. Seine Helden Solo und Tarzan im Kampf gegen die Kohlemafia, Kommissar Bluhm, der „Bluhmepeter“, ein Tschäänauer Original in Nöten und der knorrige alte Schiffer Guscht mit seinem museumsreifen Pott, der noch eine Rechnung mit dem Kraken offen hat, dazu ein verschwundener Koffer mit Millioneninhalt, dazu ein toter Penner in der besten Suite des Mannheimer Grandhotels Mare und ein Showdown unter den Kohlehalden des GKM – das klingt nach einem spannenden Krimiabend.

Ich verschenke zehn Ehrenkarten zu der Veranstaltung; einfach unten in den Kommentaren Bescheid sagen. Achtung: Der Eintritt ist frei, doch vor Ort wird – wie immer bei Benefizveranstaltungen – um eine Spende gebeten werden. Normalerweise kostet der Eintritt 10 Euro.

Der Erlös der Veranstaltung kommt in Not geratenen Binnenschifferfamilien zugute.

Weitere Informationen unter www.verlag-waldkirch.de oder telefonisch unter 0621/7900161.

Gelesen: Der Ring des Todes

ImageInhalt

Kommissar Theobald Wagner, Kriminalist in einer Sinnkrise, bekommt es in Mannheim mit einem Serienkiller zu tun. Dieser tobt sich in den besten Kreisen der Metropole an Rhein und Neckar aus und hinterlässt bei den Leichen merkwürdige Hinweise. Kommissar Wagner kann diese Symbolik zunächst nicht enträtseln. Fünf sehr unterschiedliche Spitzen der Gesellschaft der Quadratestadt müssen daran glauben, ehe der Kriminalist, der sich dem Alkohol ergeben hat, weil ihm seine einst geradezu sprichwörtliche Intuition abhanden gekommen ist, einen roten Faden in den Taten sieht, und auch dann schafft er es nicht aus eigener Kraft. Erst die Tipps einer älteren Dame, der Wagnerianerin Elsbeth Winkler, bringen die ins Stocken geratenen Untersuchungen wieder ins Rollen.

Sie glaubt, Parallelen zur Symbolik von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ entdecken zu können. Bald wird klar, dass alles, was der Mörder tut, seine eigenwillige Interpretation dieses großen Zyklus widerspiegelt.

Dann geschieht der nächste Mord, und Elsbeth Winkler gerät in die Gewalt des Mörders. Wagner ist verzweifelt und wirft alle Bedenken über Bord. Er dringt rechtswidrig in das Haus seines Hauptverdächtigen ein und kann den Wagner-Mörder tatsächlich stellen. Doch ehe es zum großen Finale kommt, sind auch Wagners Leib und Leben noch bedroht. Aber keine Bange: Das Gute siegt am Ende.

Nebenher menschelt es, wenn Amy Lendsor – das Pseudonym einer Mannheimerin, deren Debüt mit diesem Krimi vorliegt – uns die aufkeimende Romanze des Kommissars mit einer studentischen Aushilfskraft im Café seiner Wahl schildert. Allerdings bleibt die Autorin die Auflösung dieser Romanze schuldig.

Meinung

Nachdem der Roman anfangs sehr langsam in die Gänge kommt, steigert Amy Lendsor das Tempo geschickt, weiß aber mit dem Schluss nicht wirklich zu überraschen.

Dennoch ist der „Ring des Todes“ ein vielversprechendes Debüt, wenn auch mit einigen Abstrichen. Es weiß vor allem dann zu gefallen, wenn die Erzählperspektive zur Innenschau des Killers wechselt. Außerdem gelingt es der Autorin, Kurpfälzer Lokalkolorit einfließen zu lassen, ohne in den Boulevardroman abzurutschen.

Neben der Krimihandlung liefert der „Ring“ natürlich allerlei Informationen über den Komponisten und sein Werk. Ich hätte mir etwas mehr kritische Auseinandersetzung mit dem Nazi-Hofkomponisten gewünscht, aber sei’s drum. Schade auch, dass Lendsor die Chance verpasst, einen Mannheim-Schlüsselroman zu schreiben und ihren Toten die zur Kenntlichkeit verzerrten Gesichter echter Mannheimer Lokalgrößen zu geben. Da wurde die Gelegenheit zu ein paar guten Insiderspäßen verschenkt. Die Morde hingegen sind originell, was den Kollegen Krämer besonders freuen dürfte.

Außerdem ist mir das Titelbild mit der Johnny-Cash-Ring-of-Fire Anmutung positiv aufgefallen (nein, das ist nicht Saurons Auge …).

Fazit

Der „Ring des Todes“ hat mir gefallen. Er ist flüssig geschrieben, abwechslungs- und kenntnisreich präsentiert, hat liebenswerte, wenn auch bisweilen etwas holzschnittartige Charaktere und bietet mir als Mannheimer den Extrabonus des „Heimatfilms im Kopf“. Insgesamt ein unterhaltsames Debüt – kein „Schweigen der Lämmer“, aber eben auch mehr als Dutzendware.